Große Mittel: Die Polychreste der Homöopathie

Die wichtigsten Mittel der Homöopathie nennt man Polychreste. Die homöopathischen Polychreste – auch gerne Große Mittel genannt – haben gemeinsam, dass man sie zur Behandlung sehr vieler Symptome verwenden kann.

Auf dieser Übersichtsseite finden Sie Kurzinformationen zu den homöopathischen Polychresten.

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1. Aconitum Napellus

Die Urtinktur von Aconitum napellus (Blauer Eisenhut) stellt man in der Homöopathie aus der gesamten Pflanze her. Aconitum napellus enthält Tiramin und Dopamin.

2. Arnica Montana

Arnica Montana, auch Bergwohlverleih genannt, ist ein homöopathisches Mittel mit stark entzündungshemmender und schmerzstillender Wirkung.

3. Arsenicum Album

Arsenicum album ist ein vorsichtiger, gewissenhafter, ziemlich wahnsinniger Erwachsener oder auch ein Kind. Der Betroffene ist sehr um sein Aussehen bemüht und kreuzt überall immer wie aus dem Ei gepellt auf.

4. Belladonna

Die Belladonna ist eine Pflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse. In Italien benutzten Hausfrauen die giftige Atropa Belladonna (schwarze Tollkirsche) um ihre Pupillen zu erweitern. Daher stammt der Name „schöne Dame“ („bella dama“).

5. Bryonia Alba

Bryonia alba (Weiße Zaunrübe) vergleicht man in der Homöopathie gerne mit einer Mumie. Alle Beschwerden des Patienten verbessern sich mit Bettruhe oder im absolut entspannten Zustand des Körpers.

6. Calcium Carbonicum

Calcium carbonicum (Austernschale, Kalkstein) enthält die mittlere Schalenschicht der Crassostrea angulata (Portugiesische Auster). Das homöopathische Mittel kommt häufig bei einer Behandlung von Grund auf bei Säuglingen, Kindern und Heranwachsenden zur Anwendung.

7. Carbo Vegetabilis

In der Homöopathie ist Carbo vegetabilis eine Person, der es schwer fällt, zu denken, zu verstehen und sich zu konzentrieren. Ihr Geist ist langsam, wie abgestumpft, wegen ihres langsamen und fast stagnierenden Kreislaufs, der verhindert, dass genug Sauerstoff das Gehirn erreicht.

8. Causticum

In der Homöopathie ist Causticum mit einer allmählichen mentalen, emotionalen und körperlichen Blockade oder Lähmung verbunden. Diese Menschen haben einen großen Sinn für soziale Gerechtigkeit, tolerieren keine Autoritäten oder Ungerechtigkeit und keine Unterdrückung, weder von ihnen oder noch von anderen.

9. Chamomilla vulgaris

In der Homöopathie ist Chamomilla vulgaris ist ein bockiges, schnell eingeschnapptes und leicht reizbares Kind. Wenn es nicht bekommt, was es will, droht Ungemach.

10. China Officinalis / China Rubra

China officinalis (China rubra, roter Chinarindenbaum) ist ein homöopathisches Mittel speziell gegen Fieber oder Erschöpfung wegen des Verlusts von Körperflüssigkeiten. Es wird verabreicht bei Blutverlust, sekundärer Anämie und Müdigkeit nach schweren Menstruationsblutungen oder bei einem Kaiserschnitt.

11. Dulcamara

In der Homöopathie beschreibt man die Person Dulcamara als eine starke Persönlichkeit: egozentrisch, herrschsüchtig und besitzergreifend in Bezug auf die Menschen, die ihr am nächsten sind. Die betroffene Person versucht, das Leben der anderen zu dominieren und zu kontrollieren.

12. Hepar Sulfuris

Bei Hepar sulfuris (Schwefel, Hepar sulfuris calcareum) liegen die Nerven blank. Die Intoleranz dieser Menschen macht sie wütend, unhöflich, grausam, überempfindlich und sie sind immer angriffsbereit.

13. Hyoscyamus Niger

Hyoscyamus niger (Bilsenkraut, Hexenkraut) wird in der Homöopathie verwendet, um Schlaflosigkeit und Nervosität zu behandeln. Mit Hyoscyamus niger behandelt man auch Fieber mit Delirium, Schluckauf, Asthma und Husten.

14. Ipecacuanha

Ipecacuanha ist ein wirksames homöopathisches Mittel bei Magen-Krämpfen, Reizungen der Schleimhäute im Verdauungstrakt und der Atemwege. Mit Ipecacuanha behandelt man Übelkeit, Erbrechen und Husten.

15. Lachesis Mutus

Lachesis mutus ist das Gift der südamerikanischen Riesenschlange (Buschmeisterschlange). Der Ursprung der Probleme eines Kindes vom Typ Lachesis mutus ist das Gefühl, einsam und verlassen zu sein.

16. Lycopodium Clavatum

Lycopodium clavatum ist in der Homöopathie eine Person, die zwei Persönlichkeiten in sich birgt: den Tyrannen und seinen Unteran. Diese Menschen sind „der Wolf im Schafspelz“.

17. Mercurius Solubilis

In der Homöopathie ist Mercurius solubilis ein Mensch, der einzelgängerisch, verschlossen, misstrauisch, egozentrisch, langsam reagierend und zurückhaltend dabei ist, anderen zu sagen, was er fühlt.

18. Nux Vomica

Für homöopathische Medizin wird Nux vomica aus den getrockneten Kernen des Brechnussbaums gewonnen. Nux vomica wirkt auf das Nervensystem und den Verdauungstrakt.

19. Phosphorus

Phosphorus (Phosphor) im Gleichgewicht ist eine Person mit viel Energie. Offen, hyperaktiv, mit Illusionen, gesellig, liebevoll, extrovertiert, genießt Freundschaften und die Geselligkeit, ist intelligent und sensibel.

20. Pulsatilla

Pulsatilla ist auch als Wiesen-Kuhschelle, Wiesen-Küchenschelle und Schwarz-Küchenschelle bekannt. In der Homöopathie sind vor allem blonde Mädchen mit heller Haut, blauen Augen und sichtbaren Adern Typ Pulsatilla.

21. Rhus Toxicodendron

Rhus toxicodendron (Eichenblättriger Giftsumach) ist ein geeignetes homöopathisches Mittel bei Schmerzen des Bewegungsapparates. Meist hat der Betroffene einen Schwachpunkt bei den Gelenken, vor allem im Nackenbereich.

22. Sepia Officinalis

Sepia officinalis ist die Tinte des gleichnamigen Tintenfischs. In der Homöopathie ist die Person anfällig für Traurigkeit, Pessimismus, Isolation und Gleichgültigkeit.

23. Silicea

Silicea (Silizium, Kieselerde, Quarz) wird in der Homöopathie in hohen Verdünnungen bei chronischen Vereiterungen, bei Arthrose, in der Wachstumsphase und für die Knochenmineralisierung verordnet.

24. Sulfur

Sulfur ist sublimierter, gewaschener Schwefel. Schwefel ist ein wesentliches Element, das sich in nahezu allen Teilen des Körpers findet. In der Homöopathie ist ein Kind vom Typ Sulfur leicht reizbar und nur schwer zu trösten.

25. Veratrum Album

Veratrum album ist eine hyperaktive Person mit unerschöpflicher Energie, die nie nicht nichts tun kann. Ein betroffenes Kind kann einen Erwachsenen bis zur Erschöpfung treiben.

Foto Polychreste, Homöopathie: Johann Jaritz (CC)