Aconitum napellus: schlagartig und unvermutet

Die Urtinktur von Aconitum napellus (Blauer Eisenhut) stellt man in der Homöopathie aus der gesamten Pflanze her. Aconitum napellus enthält Tiramin und Dopamin.

Die Wurzel der Pflanze enthält die giftige Substanz* Akonitin.

Mit dem homöopathischen Mittel behandelt man Todesängste und Panikattacken.

Es ist außerdem ein geeignetes Medikament zur Behandlung von akuten Nervenschmerzen nach einer Verkühlung.

Die Symptome treten schlagartig und unvermutet auf. Das homöopathische Medikament wird bei Fieber, Schmerzen, Panik oder bei einem Schockzustand verschrieben. Die Symptome setzen sehr rasch ein.

Welches Wesen hat Aconitum napellus?

Aconitum napellus sind Menschen voller Energie. Sie sind fast immer jung und gesund. Wenn sie krank werden, haben sie Angst zu sterben. Diese Angst erzeugt in den Patienten Stress, Anspannung und Schlaflosigkeit.

Begleitet wird dies durch Panikattacken und extreme Angst. Die Beschwerden tauchen zwischen Mitternacht und der Morgendämmerung auf.

Wovor hat Aconitum napellus Angst?

Mit dem Medikament behandelt man Angstzustände, Panik und Beklemmung. Der Patient hat ein tief sitzendes Angstgefühl und ist vollkommen fixiert auf Dinge, die ohne sein Zutun geschehen könnten.

Der Patient ist im dauerhaften Alarmzustand und kann kein Auge zudrücken. Die Angst steht ihm in das Gesicht geschrieben. Ein gutes Beispiel für diese Art von Angst wird in dem Film Der Soldat James Ryan (Saving Private Ryan) gezeigt.

Wann verschreibt man Aconitum napellus?

Man muss sich immer bewusst sein, dass die Symptome urplötzlich eintreten. Die Symptome sind intensiv und jäh. Die Beschwerden treten nach plötzlichen Temperaturwechseln, jähen Ängsten oder einer Bluthochdruckskrise auf.

Die Symptome verbessern sich durch Schwitzen und verschlechtern sich bei plötzlicher, starker Kälte und bis Mitternacht. Sollte der Patient Fieber haben, so ist dies sehr hoch. Sein Gesicht ist feuerrot, aber ohne Schweißbildung.

Haut und Schleimhäute sind trocken. Der Patient hat starken Durst und Lust auf kalte Getränke. Er fühlt einen juckenden Schmerz. Der Kranke leidet unter massiven Angstzuständen, begleitet von nervöser Unruhe.

Wichtige klinische Eigenschaften von Aconitum napellus

Infektionskrankheiten

Das Medikament wird als Hauptheilmittel bei allen akuten Infektionen mit hohem Fieber ohne Schweißbildung verschrieben. Es kommt immer dann zur Anwendung, wenn die oben genannten Symptome auftreten. Man verschreibt es bei Ohrenentzündung, Kehlkopfentzündung, Bindehautentzündung und Durchfall.

Verhaltensstörungen

Der Patient leidet an Schlaflosigkeit. Er liegt zwischen Mitternacht und ein Uhr morgens wach. Das Aufwachen ist verbunden mit unruhigem Herzklopfen. An den gerade geträumten Alptraum kann sich der Patient in der Regel zumindest teilweise erinnern.

Herzbeschwerden

Das homöopathische Medikament wird bei Herzrasen, Blutungen, Bluthochdruck und Angina pectoris verschrieben. Das geschieht prinzipiell immer dann, wenn die Symptome nach Kälte oder Ängsten auftauchen. Zusätzlich zu diesen Symptomen leidet der Patient an Aufregung, Unruhe und Todesangst.

Weitere Indikationen

Das Mittel verschreibt man auch bei Hitzewallungen, schmerzhaften Neuralgien nach einer Abkühlung und beim plötzlichen Ausbleiben der Menstruation aufgrund von Angstzuständen oder starkem Kältegefühl.

* In nicht-homöopathischer Dilution ist Aconitum napellus hochgiftig. Man darf dieses Medikament unter keinen Umständen für die Selbstbehandlung nutzen. In vielen Ländern, auch in Deutschland, sind hohe Potenzen verschreibungspflichtig.

Vergessen Sie bitte nicht, dass die Homöopathie eine individuelle Behandlung (Anamnese) voraussetzt. honatur.com empfiehlt generell den Besuch bei einem Spezialisten.

Foto: H. Zell, Creative Commons 3.0