Apis mellifica: Wirkt schnell, aber nur kurz

In der Homöopathie wird die Urtinktur Apis mellifica (Honigbiene) hergestellt, indem Honigbienenwaben vollständig in Alkohol gegärt werden.

Apis mellifica wirkt schnell, aber nur kurz anhaltend. Man verwendet das Mittel bei Entzündungs- und allergischen Symptomen, wobei es bei allergischen Reaktionen besonders gut hilft.

Apis mellifica findet Anwendung in der Rheumatologie, Kardiologie, bei Infektionskrankheiten, in der Nephrologie, Gynäkologie, bei Fieber und ebenso bei allgemeinen Beschwerden, welche mit Entzündungen und rötlich-rosafarbenen Ödemen (wenn sich die Ödeme auf der Haut bilden) einhergehen.

Apis mellifica weist Ähnlichkeiten mit der Haut, den Schleimhäuten, dem Gewebe sowie dem Urogenitaltrakt auf und in diesen Bereichen kann sie besonders gut wirken.

Spezielle Eigenschaften

Apis mellifica wird bei plötzlichen und brennenden Schmerzen verschrieben. Die Symptome verschlechtern sich bei Wärme und Berührung, obwohl sich die Haut weich anfühlt und sich die Schmerzen bei Kälte bessern.

Bei akuten Fieberanfällen verspürt der Erkrankte keinen Durst.

Ein wichtiges Charakteristikum ist auch ein Ödem auf der Haut oder an den Schleimhäuten. Das Ödem hat eine rosa Farbe und juckt auf der Haut.

Bei den Schleimhäuten, wie z.B. in der HNO oder in der Augenheilkunde, bessert sich das Ödem bei Kälte und wenn es zu Fieber kommt, verspürt der Patient keinerlei Durst.

Wann wird Apis mellifica angewendet?

Sie wird bei Hautproblemen verwendet und bei allen Ödemen, welche durch Allergien, Insektenstiche, Verbrennungen ersten Grades oder Hautallergien entstanden sind.

Außerdem bei Ödemen im Augen- oder Schambereich, posttraumatischen Reaktionen, Entzündung der Vorhaut, akuten traumatischen Ödemen an den Gelenken sowie Verstauchungen, Furunkel im Anfangsstadium und Hautrötungen durch Sonnenstrahlung.

Auch findet sie Anwendung  bei Nesselausschlag aufgrund einer Allergie, durch Kontakt oder unbekannten Ursprungs; bei Nesselausschlag einhergehend mit Juckreiz, welcher sich bei Kontakt mit Wasser verschlechtert; bei Nesselausschlag aufgrund einer Nahrungsmittelunverträglichkeit oder auch bei einer Vergiftung mit Medikamenten.

Andere mögliche Anwendungsgebiete sind: Fiebersymptome, Bindehautentzündung, Rachenentzündung und Halsentzündungen mit Ödemen an den Zäpfchen, Blasenentzündung mit verringerter Nierenfunktion, Scheidenentzündung, vasomotorische Kopfschmerzen bzw. Migräne.

Vergleich

  • Bryonia (Zaunrübe): Bei einem Ödem nach einem traumatischen Ereignis.
  • Ledum palustre (Sumpfporst): Bei Insektenstichen.
  • Gelsenium sempervirens (Gelber Jasmin),
  • Nux moschata (Muskatnussbaum)
  • Pulsatilla (Kuhschelle): Bei Nichtvorhandensein von Durst, vor allem bei Fieberanfällen.

Wichtig

Sie sollten Apis mellifica keinesfalls in einer Verdünnung unter C9 einnehmen, da es bei manchen Personen zu allergischen Reaktionen aufgrund des Gifts von Hautflüglern kommen kann (Beispiel: Biene; Apis mellifica).

Vergessen Sie bitte nicht, dass die Homöopathie eine individuelle Behandlung (Anamnese) voraussetzt. honatur.com empfiehlt generell den Besuch bei einem Spezialisten.

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