Atopische Dermatitis bei Hunden: Homöopathie für Tiere

Atopische Dermatitis bei Hunden und die Homöopathie. In diesem Artikel erhalten Sie einige Vorschläge, wie man die Symptome der allergischen Dermatitis bei Hunden homöopathisch behandeln kann.

Mit Beginn des Frühlings und der wärmeren Jahreszeit sind viele Hunde von verschiedenen Arten von Juckreiz und Hautausschlägen betroffen. In den meisten Fällen kratzt oder leckt sich der Hund, was zu Verletzungen und sekundären Infektionen der Haut führen kann.

Allergische Dermatitis bei Hunden: Natürliche Heilmittel gegen Flöhe

Mehr als 80% der Hautprobleme sind durch äußere Parasiten, insbesondere Flöhe, verursacht. Daher ist es grundlegend und wichtig, die Flöhe von unserem Haustier zu entfernen. Nur durch diese Maßnahme kann die unangenehme Situation für das Tier erheblich verbessert werden.

Um die durch Bisse verursachten Symptome zu lindern, empfehlen sich zwei homöopathische Mittel:

Ledum palustre

Ledum palustre wird bei Papeln gegeben, wenn die Verletzungen kleiner als 1 cm im Durchmesser sind, kleinen Erhöhungen auf der Haut, mit gut definierten Rändern, die einen festen Stoff enthalten (keinen Eiter oder Flüssigkeit). Diese Verletzungen jucken und schmerzen (in der Tat, es ist die typische Verletzung, die sich nach einem Mückenstich bildet).

Ledum palustre hat unter anderem die Eigenschaft, dass das Leiden durch kalte Anwendungen besser wird. Die Dosierung wäre C5 dreimal am Tag. Dieses Heilmittel kann auch vorbeugend verwendet werden; das heißt, wenn es vor einem Biss verwendet wird, wird er sich nicht so entzünden und nicht so jucken. Die Dosierung ist in diesem Fall C15 einmal am Tag.

Pulex irritans

Pulex irritans ist ein Heilmittel, das aus dem gemeinen Floh gewonnen wird. Es wirkt und somit wirkt also desensibilisierend gegen Insektenstiche und reduziert die Schwellung und den Juckreiz der Papeln. Die Dosierung ist C30, einmal pro Tag; oder zweimal, falls das Tier sehr schwere Symptome zeigt. Wenn sich Verbesserungen zeigen, reicht die Verabreichung einmal pro Tag.

Allergische Dermatitis bei Hunden: Homöopathie gegen Juckreiz

Es gibt kein 100%ig wirksames Mittel, um den Juckreiz aller Tiere zu behandeln, denn der Juckreiz hat unterschiedliche Ursprünge und die Tiere sind individuell empfindlich. Also muss man die Methode finden, die am besten ist für das eigene Haustier!

Poumon histamine

Poumon histamine wird verwendet, um die Histaminreaktion zu verringern. Es ist nur bei einigen Tieren wirksam. Dosierung: K200 ein- bis zweimal täglich.

Urtica

Das Mittel Urtica wird aus der Brennnessel gemacht, so dass wir ähnliche Symptome wie sie nach Kontakt mit der Pflanze erscheinen, behandeln können. Es sind stark juckende, blasse Bläschen. In diesem Fall verschlechtern sich die Symptome, wenn wir Kälte anwenden und wenn der betroffene Bereich berührt wird. Die Dosierung ist C9 zweimal täglich.

Bovista

Bovista verwendet man für verkrustete, juckende Hautausschläge. Der Juckreiz wird nicht durch Kratzen gelindert und verschlimmert sich durch die Anwendung von heißen Tüchern und Wasser, vor allem, wenn die betroffenen Bereiche der Innenbereich der Ellbogen und Knie sind.

Staphysagria

Staphysagria wird empfohlen für den umher wandernden Juckreiz, obwohl dieses Symptom nur schwer bei Tieren erkannt werden kann. Der Juckreiz tritt vor allem im Gesicht auf. Dosierung: C30 einmal pro Tag.

Allergische Dermatitis bei Hunden: Homöopathische Mittel gegen Verletzungen

Rhus toxicodendron

Rhus toxicodendron ist sehr effektiv! Man verwendet dieses Mittel im Falle von kleinen Bläschen (von der Größe eines Stecknadelkopfes), die mit einer klaren Flüssigkeit gefüllt sind. Die umliegende Haut ist rot, schmerzt und juckt. Der Juckreiz ist stark und verbessert sich bei lokaler Wärme. Das Tier fühlt sich sehr schlecht wegen des Juckreizes und ist deshalb ständig in Bewegung.

Cantharis vesicatoria

Cantharis ist ein geeignetes Mittel, wenn die Bläschen mit mit gelber Flüssigkeit gefüllt sind, wobei die Flüssigkeit dann zu Eiter wird. Die umliegende Haut ist gesund und nicht entzündet. Die Bläschen können verschmelzen und größere Verletzungen (Blasen) bilden. Sie brennen und jucken; sie verbessern sich bei Kälte-Anwendungen. Schließlich können die Bläschen sich in große Geschwüre umwandeln. Dosierung: C9 zweimal am Tag.

Mezereum

Man wendet das Heilmittel Mezereum im Falle von Hautverletzungen an, die sich infiziert haben (Blasen, Wunden oder Schorf). In allen Fällen ist der Juckreiz stark. Dosierung: C9 zweimal am Tag.

Graphites

Graphites wird verabreicht bei feuchten Ekzemen mit dicker, gelber Flüssigkeit und Krusten. Es besteht auch hier Juckreiz, der sich mit kalten Anwendungen verbessert. Dosierung: C30 einmal pro Tag.

Allergische Dermatitis bei Hunden: Weitere geeignete Mittel

Apis mellifica

Apis mellifica ist angezeigt in Fällen von allergischen Bläschen, die plötzlich erscheinen. Das Bläschen ist rosa, juckt stark, brennt und sticht. Es verbessert sich bei lokalen Kälte-Anwendungen. Dosierung: C30. Apis mellifica wirkt schnell, aber seine Wirkung ist kurz, deshalb wird es alle 60 Minuten in akuten Fällen verabreicht; bei einer Verbesserung wird es in größeren Abständen verabreicht.

Sulfur (Schwefel)

Jeder Haut-Prozess kann von Sulfur (Sulphur) profitieren, auch wenn es vor allem angezeigt ist bei Juckreiz, der bei Wärme und Wasser schlimmer wird. Dosierung: C30 einmal pro Tag. Verdünnungen unterhalb von C30 können gefährlich für Ihr Haustier sein.

Allergische Dermatitis bei Hunden: Örtliche, äußerliche Behandlung

Für entzündete und stark juckende Haut wird eine Lösung mit Mutter-Tinktur aus Phytolacca, Bellis perenis und Echinacea hergestellt mit jeweils 10 Tropfen pro halben Liter Wasser. Es wird direkt auf die Haut aufgetragen.

Wenn das Tier Krusten und Infektionen hat: 10 Tropfen in einem halben Liter Calendula-Urtinktur. Calendula könnte stechend wirken bei einigen Individuen. In diesen Fällen muss es weiter verdünnt werden.

Bei erosiven und exsudativen Verletzungen ist es wesentlich, Sekundär-Infektionen mit 15-minutigen Bädern in Kaliumpermanganat in Wasser (1 g pro 10 Liter Wasser) verdünnt, zu bekämpfen und dann Chlorhexidin-basierte Antiseptika (immer verdünnt!) aufzutragen.

Im Fall von chronischen Haut-Infektionen kann die Behandlung mit den Spurenelementen Kupfer und Magnesium ergänzt werden.

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Vergessen Sie bitte nicht, dass die Homöopathie eine individuelle Behandlung (Anamnese) voraussetzt. honatur.com empfiehlt generell den Besuch bei einem Spezialisten.

Photo: CC0 Public Domain