Diabetes und Homöopathie

Bei Diabetes bietet die Homöopathie wirksame Mittel zur ergänzenden Behandlung. Homöopathische Medikamente können Sekundär-Komplikationen verringern. Homöopathische Diabetes-Behandlungen sind immer verbunden mit der traditionellen Medizin. Die Homöopathie wirkt hier ergänzend, nicht ersetzend.

In Folge von homöopathischen Behandlungen kann die tägliche Dosis der traditionellen Medikamente reduziert werden. Natürlich muss die Diabetes-Behandlung immer unter Aufsicht und Anleitung eines Arztes stattfinden.

Diabetes kann Sekundär-Komplikationen wie Herzschäden, Schäden an den großen und kleinen Blutgefäßen, an der Netzhaut der Augen, an der Haut, an den Nieren und der Leber verursachen.

Es kann sich ein Diabetiker-Fuß entwickeln, bei dem die Sensibilität verloren gegangen ist und zu Brand bis hin zur Amputation führen kann. Der Diabetiker-Patient kann an Bluthochdruck, Cholesterin, Schlaganfall und grauem Star leiden.

Homöopathische Mittel gegen Diabetes

Diabetes vom Typ I und Typ II wird immer mit allopathischen Mitteln behandelt. Homöopathische Behandlungen dienen zur Unterstützung. Ernährung, Bewegung und eine passende homöopathische Behandlung, die auf eine grundlegende Behandlung setzt, können die Symptome der Diabetes lindern.

Acidum aceticum D12

Acidum aceticum wird bei Diabetes-Patienten mit extremer Schwäche und fortschreitender Gewichtsabnahme begleitet von Anämie verordnet. Der Patient hat Ödeme, Anorexie und übermäßigen Durst.

Acidum carbonicum D12

Der Patient hat eine tiefgreifende Schwäche und Anorexie und leidet an Nervenschmerzen. Das Mittel Acidum carbonicum wird in Fällen von Wundbrand verschrieben.

Acidum picricum D12

Der Patient hat Glucosurie. Man fühlt sich müde. Das Nervensystem ist geschädigt, und man kann an progressiver Paralyse leiden. Der Patient hat ein Gefühl von Schwäche oder Müdigkeit im Kopf.

Acidum sulfuricum D12

Der Diabetiker ist aufgeregt, unruhig und reizbar, zeigt ein feines Zittern, Schwäche und Erschöpfung.

Ammonium carbonicum D12

Das Medikament Ammonium carbonicum hat eine Affinität für Blut und Blutgefäße. Es wird verschrieben, wenn die Empfindlichkeit des Patienten reduziert ist und Kribbeln und Taubheitsgefühle auftreten. Man fühlt sich schwach und müde.

Antimonium crudum D4

Der Patient ist gefräßig, anfällig für Verdauungsstörungen und Hautprobleme. Es ist wahrscheinlich, dass er infizierte Ekzeme und eitrige Hautkrankheiten hat.

Arsenicum album D4

Arsenicum album ist ein Medikament, das eine hohe Affinität zur Leber hat. Es wird verschrieben, wenn der Patient starken Durst hat, müde, dünn und anämisch ist und friert. Arsenicum album wird zusammen mit Secale cornutum bei Arteriopathie gegeben.

Calcium carbonicum D200

Der Patient hat Stoffwechselprobleme und Übergewicht (Adipositas), einen hohen Cholesterinspiegel, Gicht und Prädiabetes. Calcium carbonicum (Calcarea carbonica) hat viel Ähnlichkeit mit Sulfur und Lycopodium clavatum. Es wird verschrieben, wenn der Patient Kribbeln, Taubheitsgefühl oder eingeschlafene Gliedmaßen verspürt. Psychomotorische Retardierung.

Calcium phosphoricum D200

Der Patient hat eine allgemeine Schwäche und Anämie. Seine Knochen sind zerbrechlich mit einer Tendenz zu Rachitis. Das Erinnerungsvermögen ist verringert. Er hat Anfälle.

Glycerinum D6

Glycerinum ist das angezeigte Medikament bei Diabetes, es verbessert die Symptome dieser Krankheit indem es auf den Stoffwechsel wirkt. Der Patient ist müde.

Phosphoricum acidum D6

Phosphoricum acidum wird bei einem erschöpften, deprimierten und gleichgültigen Patienten verordnet. Der Patient hat eine tiefgreifende Müdigkeit, geistige Erschöpfung und ist unfähig, geistige Anstrengungen zu vollbringen. Er ist schläfrig während des Tages, schwitzt stark, hat farblosen oder milchigen Urin und den Wunsch nach frischen Früchten.

Der Patient hat das Gefühl von Taubheit, Kribbeln oder eingeschlafenen Gliedmaßen. Sein peripheres und zentralen Nervensystem ist geschädigt. Auf dem geistigen Niveau ist er langsam bei der Verarbeitung von Gedanken.

Phosphorus D12

Phosphorus wird verschrieben, um Gefäß-Komplikationen bei Diabetes zu verhindern. Der Phosphorus-Patient hat nachts Hunger, ein Verlangen nach kalten Getränken und kalten und salzigen Speisen. Die Diabetes ist häufig instabil und anfällig für Ketose (eine Stoffwechselkrankheit).

Secale cornutum D4

Es ist ein wirksames Medikament bei den Diabetes-Patienten, die anfällig für Veränderungen der Haut sind. Die Haut ist trocken, kalt und zyanotisch (blau verfärbt), mit inneren, brennenden Schmerzen. Diese Hauterkrankungen können durch Geschwüre, Wundbrand und Wundliegen verschlimmert werden. Der Patient hat auch Gefäßschäden im Kopf und grauen Star.

Sulfur D6 oder D12

Sulfur (Sulphur) ist eine Zusatzmedikation bei der Behandlung von nicht-Insulin-abhängiger Diabetes. Es ist sehr wirksam bei Überlastungs-Krankheiten wie Hyperurikämie, Cholesterin oder Leberschäden. Sulphur wird zusammen mit Helonias dioica D4 gegeben, um Polyurie und Albuminurie zu behandeln.

Syzygium jambolanum D6

Der Patient hat Glucosurie, und das tägliche Urinvolumen ist sehr hoch. Syzygium senkt den Blutzucker. Syzygium wird oft mit Glycerium D6 kombiniert.

Uranium nitricum D12

Es ist angezeigt bei der Diabetes, wo der Patient viel Appetit hat, starken Durst, das Urinvolumen hoch ist und ein Trockenheitsgefühl auf der Zunge und der Haut hat. Es besteht eine allgemeine Müdigkeit. Uranium nitricum korrigiert den Zuckerspiegel im Urin. Der Urin, gefärbt und mit übermäßig viel Harnsäure, riecht fischig.

Homöopathie und Diabetes: Dosierung

Wir wählen ein oder mehrere Heilmittel nach der Symptomatik des Patienten. Die geeignete Dosis ist zweimal pro Tag. Die hier angegebenen Verdünnungen können unterschiedlich sein, je nach dem zu behandelnden Patienten.

Vergessen Sie bitte nicht, dass die Homöopathie eine individuelle Behandlung (Anamnese) voraussetzt. honatur.com empfiehlt generell den Besuch bei einem Spezialisten.

Foto: Cornelia Menichelli / pixelio.de