Grippe und Homöopathie: Prävention und Behandlung

Die Grippe ist eine ansteckende Erkrankung, die durch das Influenzavirus ausgelöst wird. Die Homöopathie kennt eine Präventivbehandlung gegen Grippe und verschiedene homöopathische Medikamente, um die Grippe zu kurieren, wenn diese eingesetzt hat.

Wenn sich eine Person mit dem Grippevirus angesteckt hat, dauert die schleichende Inkubation zwei bis fünf Tage.

Nach Einsetzen der Inkubation treten die Grippesymptome plötzlich auf: mit erhöhtem Fieber und generellen Muskel- sowie Kopfschmerzen. Außerdem können Atemprobleme und Komplikationen mit dem Kehlkopf, Darm (Erbrechen) und am Herzen einsetzen.

Die beste Prävention gegen Grippe ist, die Ansteckung zu vermeiden. Eine regelmäßige Desinfektion der Hände ist daher wichtig.

Die Grippe entwickelt Epidemien und auch einige Pandemien wie die “Spanische Grippe von 1918”. Es gibt einige Viren mit häufigen klinischen Merkmalen, welche den Influenzavirus hervorbringen und als “Grippesymptome” bekannt sind.

Grippeprävention mit Homöopathie

Influenzinum

Influenzinum ist ein biotherapeutisches Präparat auf Grundlage des antigrippalen Impfstoffes des Pasteur-Instituts. Es wird von zahlreichen Herstellern als Globuli vermarktet. Da der Grippevirus mutiert und seine genetischen Informationen verändert, werden die Globuli des Influenzium jedes Jahr anders sein.

Die Influenzium-Globuli des vorherigen Jahres werden uns dieses Jahr nicht weiterhelfen. Das homöopathische Mittel gegen Grippe sollten Sie in der Potenzierung 30C, eine Dosis pro Woche einnehmen.

Oscillococinum

Man nimmt von Oscillococcinum (des Herstellers Boiron) eine Dosis pro Woche, um einen wesentlichen Schutz gegen alle Grippe-verantwortlichen Keime im Winter zu haben und vor allem vor dem eigentlichen Virus geschützt zu sein.

Homöopathische Behandlung bei Grippe

Aconitum napellus (Blauer Eisenhut)

Aconitum napellus ist ein homöopathisches Mittel gegen Grippe, bei der die klinische Manifestation wiederkehrend ist und die häufig durch kalte Luftzüge entsteht. Das Fieber ist beim Einsatz der Krankheit hoch und kommt plötzlich und geht einher mit einer geröteten und erhitzten Haut, die trocken ist. Der Erkrankte hat starken Durst mit dem Bedürfnis nach kaltem Wasser.

Belladonna (Tollkirsche)

Man verschreibt das homöopathische Mittel Belladonna gegen Grippe bei plötzlich einsetzendem und schwankendem Fieber. Der Erkrankte hat eine gerötete und erhitze Haut und leidet an Schweißausbrüchen, welche sich im Gesicht zeigen. Auch verspürt er einen intensiven Durst, da sein Mund trocken ist. Zudem sind die Pupillen geweitet und der Schmerz ist pulsierend.

Ferrum phosphoricum (Eisenphosphat)

Man nutzt das Ferrum phosphoricum, wenn das Fieber leicht erhöht ist. Es besteht die Möglichkeit von leichtem Nasenbluten.

Gelsemium sempervirens (Carolina-Jasmin)

Das homöopathische Mittel Gelsemium verschreibt man gegen Grippe, wenn das Fieber erhöht ist und sich progressiv entwickelt. Es kommt zu Kopfschmerzen und Schüttelfrost, welcher sich zu Zitteranfällen gefolgt von Schweißausbrüchen entfalten kann. Der Erkrankte verspürt keinen Durst, aber generelle Muskelschmerzen, ähnlich einem Muskelkater.

Rhus toxicodendron (Giftsumach)

Man verschreibt Rhus toxicodendron, wenn sich das Fieber erhöht und sich progressiv entwickelt. Die Fiebersymptome werden von Muskel- sowie periartikulären Schmerzen mit Steifheit begleitet. Der Erkrankte hat Durst und manchmal kommt es zu einem Herpes-Ausbruch rund um den Mund.

Eupatorium perfoliatum (Wasserdost)

Euphatorium perfoliatum ist das zu wählende homöopathische Medikament, wenn der Erkrankte folgende Symptome aufweist: Muskel- und Knochenschmerzen sowie Augenschmerzen, die sich verschlechtern, wenn man Druck auf die Augäpfel ausübt. Häufig kommt es zu Schnupfen und Bronchialhusten, der sich in der Nacht verschlimmert.

Lesen Sie auch: Homöopathie und Grippe: 13 wichtige Mittel

Vergessen Sie bitte nicht, dass die Homöopathie eine individuelle Behandlung voraussetzt. Die hier genannten homöopathischen Mittel sind nur einige von vielen, um Grippe zu behandeln. honatur.com empfiehlt generell den Besuch bei einem Spezialisten.

Foto: Stewart Butterfield, „Take care-a me. I’m sick.“ / piqs.de