Hämorrhoiden und Homöopathie

Die Homöopathie kann die Symptome von akuten Hämorrhoiden-Beschwerden schnell lindern. Hämorrhoiden sind eine anormale Ausdehnung einer Ader des Enddarms oder des Afters.

Hämorrhoiden können ganz ohne Symptome, oder aber mit lästigen Beschwerden wie Schmerz, Juckreiz und Blutungen auftreten.

Die Hämorrhoiden können chronisch auftreten und sich immer weiter entwickeln. Die Ursachen sind meist eine Portale Hypertension (Portale Hypertonie, Pfortaderhochdruck), Venen- oder Darmschwäche.

Sie können im Inneren (im Enddarm) vorkommen oder äußerlich am After auftreten. Wenn es zu Blutungen kommt, sind sie chronisch und können – bedingt durch Eisenmangel – zu Blutarmut führen.

Bei inneren Hämorrhoiden kommt es selten zu Schmerzen, weil sich innerhalb des betroffenen Bereichs keine empfindlichen Nerven befinden. Die äußeren Hämorrhoiden gehen mit konstanten analen Schmerzen einher, welche eine Thrombose begünstigen. Der Analschmerz verschlechtert sich während des Stuhlgangs. Die Schmerzintensität ist in den ersten zwei bis drei Tagen sehr hoch und verschwindet erst allmählich – meist innerhalb einer Woche.

Akute Hämorrhoiden entstehen in der Regel als Folge konkreter Umstände. Das kann Missbrauch alkoholischer Getränke, Gastroenteritis durch übermäßigen Konsum von pharmakodynamischen Mitteln oder (Heil)pflanzen und nach einer Entbindung sein. Auch langanhaltende Anstrengungen können eine Entzündung der hämorrhoidalen Venen inklusive Hyperämie (Blutandrang) verursachen, die zu starken Blutungen oder einer Thrombose, manchmal kombiniert mit Juckreiz, führen können.

Homöopathische Behandlung von akuten Hämorrhoiden

Die Homöopathie bezieht in die Behandlung neben der Einnahme von homöopathischen Mitteln hygienisch-diätetische Methoden ein. Sollten die Hämorrhoiden blutig sein, ist in jedem Fall umgehend ein Arzt aufzusuchen.

Arnica montana (Arnika)

Arnica montana wird verschrieben, wenn der Patient das Gefühl einer Prellung hat, die sich bei der kleinsten Reibung verschlechtert, und bei blutenden Hämorrhoiden. Man verabreicht das Mittel in Potenzierungen niedriger als C7 oder C9. Man nimmt fünf Globuli alle ein bis zwei Stunden..

Aesculus hippocastanum (Rosskastanie)

Der Patient, dem man Aesculus hippocastanum verschreibt, hat das Gefühl eines überfüllten Enddarms, verspürt Stiche, die Schleimhäute sind trocken und es kommt zu brennenden und wundgescheuerten Stellen. Man empfiehlt, das Mittel in Form von Tropfen in der Potenzierung D4 oder D6 einzunehmen.

Nux vomica (Brechnuss)

Nux vomica wird im Falle von schmerzhaften Hämorrhoiden verabreicht, die sich mit kalten Umschlägen oder Eisbeuteln bessern. Die Hämorrhoiden treten nach Alkoholmissbrauch und erhöhten Gewürzkonsums bei bewegungsfaulen, erregten und cholerischen Personen auf, die außerdem anfällig für Stress sind.

Hammamelis virginiana (Zaubernuss)

Man verschreibt Hammamelis virginiana bei blutenden Hämorrhoiden mit Schmerzen und aufplatzenden Venen. Die Hämorrhoiden verschlechtern sich bei Wärmezufuhr und durch Berührung.

Fluoricum acidum (Flusssäure)

Fluoricum acidum ist ein homöopathisches Medikament, das bei Hämorrhoiden mit Juckreiz, die bluten können, verschrieben wird, aber vor allem bei Krampfadern in Zusammenhang mit schweren Beinen. Die Hämorrhoiden verschlechtern sich bei Wärmzufuhr und besseren sich mit kalten Duschen.

Paeonia officinalis (Echte Pfingstrose)

Paeonia officinalis verschreibt man bei entzündeten, schmerzhaften und berührungsempfindlichen Hämorrhoiden mit Analschmerzen vor, während und nach dem Stuhlgang. Der Juckreiz ist sehr intensiv und der Patient hat das Verlangen sich zu kratzen, so dass die Hämorrhoiden aufplatzen. Man verabreicht das Mittel in Form von Tropfen in den Potenzierungen D4 oder D6, drei- bis viermal täglich.

Avenoc in Zäpfchenform: dies ist ein homöopathisches Medikament, dass bei Hämorrhoiden verabreicht wird. Es ist in Apotheken erhältlich.

Hämorrhoiden: Hygiene und Diät

In der akuten Phase sollte man auf scharfe Gewürze und alkoholische Getränke verzichten und viel Wasser trinken. Man sollte sich ausreichend bewegen und eine nicht-adstringierende Diät einhalten. Diese sollte reich an Ballaststoffen, Gemüse, Früchten, Salaten und Cerealien sein. Die nötigen Ballaststoffe erhält man beispielsweise durch 20 bis 30 Gramm Weizenkleie täglich.

Waschen Sie die betroffenen Stellen nach dem Stuhlgang gut. Benutzen Sie kein gewöhnliches Toilettenpapier, sondern ersetzen Sie es durch speziell für Hämorrhoiden gedachte Reinigungstücher.

Lokal angewandte Salben und Zäpfchen wirken entlastend und beruhigend und erleichtern den Stuhlgang. Beispiele sind Aesculus in Form von Zäpfchen und Salben. Solche Salben werden etwa von dem Hersteller Boiron unter den Namen Marken Ratanhia und Avenoc.

Vergessen Sie bitte nicht, dass die Homöopathie eine individuelle Behandlung (Anamnese) voraussetzt. honatur.com empfiehlt generell den Besuch bei einem Spezialisten.

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