Homöopathie: Entgiftung und Entschlackung

Die Homöopathie bietet effiziente Methoden, um Toxine aus dem Körper zu entfernen. Den Organismus regelmäßig zu reinigen bedeutet einen gesunden Körper zu haben. Die Reinigung kann Toxine im menschlichen Organismus freisetzen.

Wir stellen Methoden vor, mit denen man die Ansammlung von Toxinen verringern oder vermeiden kann.

Entschlacken Sie mindestens einmal jährlich (im Frühling und / oder Herbst) Ihren Körper, um gesund zu bleiben.

Um zu verstehen, wie diese funktioniert und warum eine Entschlackung wichtig ist, müssen wir zuerst innehalten und unsere Ernährung überdenken. Wir sind, was wir essen.

Innerhalb kürzester Zeit hat sich unsere Ernährung verändert; sowohl in der Art, wie wir leben als auch dass schon unsere Kinder übergewichtig sind und dadurch chronische Krankheiten (Cholesterin, Diabetes, Fibromyalgie) schon bei relativ jungen Leuten auftreten.

Krankheiten, die eigentlich bei unseren Großeltern so manches Mal vorkommen.

Aber halt! All diese vorzeitigen Erkrankungen werden durch eine schlechte Ernährung hervorgerufen, aufgrund unseres Lebensstils und der Verschmutzung in den Industrieländern.
Gebäckwaren, raffinierte Mehle, Transfette…

Wir essen Gebäckwaren, raffinierte Mehle, Transfette, hormonbehandeltes Fleisch und schadstoffbelasteten Fisch. All dies verursacht in unserem Organismus eine große Ansammlung an Toxinen.

Diese Toxine sind Substanzen, die von unserem Organismus nicht als Nährstoffe wahrgenommen werden. Jede Substanz, die keine biologische Funktion in unserem inneren System erfüllt, wird als Toxin bezeichnet.

Ebenso ist eine übermäßige oder versehentliche Produktion einer bestimmten Substanz toxisch, auch wenn diese in unserem Organismus im Gleichgewicht ist und eine biologische Funktion erfüllt.

Die Toxine können extern entstehen (Ernährung, Getränke, Einatmen oder durch passive Hautabsorption oder Injektion) und sie können intern (endogene Toxine) in Erscheinung treten wie z.B. Subprodukte unseres physiologischen Stoffwechsels (Bilirubin, Kreatin, Milchsäure etc.) oder als Stoffwechselprodukte im anormalen metabolischen Zustand (übermäßige Produktion bzw. Verschlechterung der Neurotransmitter und Hormone sowie übermäßige Bildung von freien Radikalen etc.).

Die zusammengesetzten Chemikalien, die die Mehrzahl der Umwelttoxine bilden, können in der ganzen Welt gefunden werden und sie werden durch unterirdische Wasserkanäle, Regenwasser und Wind verbreitet.

Die Bioakkumulation dieser Chemikalien verursacht Krankheiten bei Lebewesen und befällt das ganze Immunsystem, das endokrine sowie das neurologische System.

Die Effekte der Toxine erscheinen in Form einer Serie an Krankheiten wie Asthma, Allergien, Autoimmunschwächen, Demenz und Fettleibigkeit.

Dauerhafter Schaden

Die Toxine können temporäre Dysfunktionen im Organismus hervorrufen und im Falle von chronischer Vergiftung dauerhaften Schaden verursachen bzw. im Falle einer akuten Vergiftung zum Tod führen.

Die Toxine dringen in unseren Körper ein und verteilen sich durch das Blut und die Lymphen auf die verschiedenen Organe.

Außerdem vereinen sie sich, um Proteine zu transportieren und sammeln sich im Plasma und in interstitiellen Flüssigkeiten, welche entweder wasserlösliche Toxine oder im Fall von Fetten fettlöslich sind.

Der Organismus muss diese Toxine umsetzen, um diese auszulöschen.

Der Großteil der Stoffwechselprodukte entsteht in der Leber, und wie der Großteil der Toxine, welche in den Organismus vordringen, bestehen diese auch auf einer Fettbasis.

Wir müssen diese in wasserlösliche Toxine umwandeln, um diese aus der Galle und den Nieren zu entfernen.

Bevor die Toxine entfernt werden, setzen sie sich in der Leber durch eine Reihe an Reaktionen ab, die in der I. und II. Phase ausgelöst werden.

Das Toxin wandelt sich in ein Zwischenprodukt und kann dadurch viel gefährlicher als das ursprüngliche Toxin sein.

Nach diesen zwei Phasen sind die Toxine bereit, ausgelöscht zu werden. Obwohl man es ein Zwischenprodukt nennt, dürfen wir es nicht abschwächen oder aber die Verbreitung von Toxinen wird erhöht und es entsteht eine Bioakkumulation dieser Toxine.

Die Leber

Bei diesem Prozess der Entgiftung, der sich in der Leber und konkret in der I. Phase bzw. im enzymatischen System P450 abspielt, werden freie Radikale erzeugt, die dem Gewebe schaden können, wenn der Organismus nicht über genügend Antioxidantien verfügt, um diese freien Radikalen zu bekämpfen. Daher ist es wichtig, Antioxidantien zu sich zu nehmen.

Um einen gesundbleibenden Organismus zu schaffen, brauchen wir Kapazitäten, um die Toxine zu entfernen bzw. zu entgiften.

Die Toxine werden in die Organe zur Entfernung transportiert (Leber, Nieren, Schleimhäute, Speichel, Schweiß, Milch, Haar und Sekrete der sich reproduzierenden Organe), aber wenn diese Organe dysfunktional sind, Überlastung oder Schäden aufweisen, können sie die Toxine nicht ausscheiden.

Die Toxine bewegen sich, um in den Blutkreislauf vorzudringen und verbreiten sich in jedem Körperteil.

Wenn dieser Körperteil durch einen langsamen Stoffwechsel gekennzeichnet ist, ist die Konzentration des Toxins im Organ diesem überlegen und das im Organismus produzierte Blut weist eine Ansammlung von toxischen Substanzen auf.

Die Entgiftung sollte in dem Tempo stattfinden, wie sie dem langsamen Stoffwechsel entspricht und so die Möglichkeit hat, alle Toxine zu vernichten.

Unserer mit Toxinen überlasteter Organismus ist aufgrund der schlechten Ernährung, der Umweltverschmutzung etc. in Mitleidenschaft gezogen worden, dem es jedes Mal schwerer fällt, sich zu entgiften.

Der Organismus, der mit der Entgiftung gestärkt werden sollte, wird durch die physiologischen Funktionen überstimuliert und so werden Erschöpfung und eine natürliche Gewebealterung ausgelöst.

Homöopathie, Entgiftung und Dränage

Warum ist es notwendig zu reinigen, säubern und eliminieren? In der Homöopathie säubern wir nicht, wir dränieren, wir unterstützen unsere Organe dabei, die Toxine zu bereinigen.
Die Toxine können unseren Organismus in Mitleidenschaft ziehen, obwohl sie in kleineren Mengen bereits jahrelang vorhanden sind.

Die Verteilung der Toxine dehnt sich aus, unsere Lebensgewohnheiten mitsamt der modernen Falschernährung und Toxin-haltigen Nahrung bleiben unverändert und auch der psychische Stress erhöht sich. All diese Faktoren müssen bei der Entgiftung bzw. Dränage miteinbezogen werden.

Eine gute Entgiftung umfasst die folgenden Ziele:

  • Unterbrechung der externen Ablagerung von Toxinen. Viel Flüssigkeit trinken, auf Alkohol, Tabak und andere Toxine verzichten.
  • Unterstützung der Organe bei der Entgiftung und Dränage
  • Stimulierung der Toxin-Eliminierung.
  • Sensibilisierung des Patienten für eine erneute Entgiftung.

Es gibt drei Arten der Entgiftung: die spezifische, die fortlaufende und die allgemeine. Wir beziehen uns auf die allgemeine Dränage, die man gewöhnlich bei Patienten mit einer leichten bis gemäßigten Toxizität anwendet.

Mit dieser Entgiftung helfen wir der Leber, dem Darm und den Nieren, wir dränieren die Gebärmutter von Toxinen und ermöglichen die Ausscheidung dieser.

Es gibt einige käuflich erhältliche Präparate, die uns helfen eine Dränage mit exzellenten Ergebnissen durchzuführen.

Die Homotoxikologie, die Homo-Spagyrik oder die Homoöpathie bieten Methoden für eine allgemeine Dränage:

Homotoxikologie

  • Nux vomica Homaccord®: Zusammensetzung, um die Leber (Nux vomica, Lycopodium) und den Darm (Bryonia und Colocynthis) zu reinigen.
  • Berberis Homaccord®: Zusammensetzung, um die Nieren (Berberis), Haut (Berberis), Leber, Gallenblase und den Darm (Colocynthis und Veratrum) zu reinigen.
  • Lymphomyosot®: Dies ist ein universelles Entgiftungsmittel, dass man nicht bei einer schweren Toxizität und bei einer überlasteten Leber sowie Niere anwenden darf.

Die Komponenten haben eine reinigende Wirkung für die Atmungsorgane (Myosotis, Teucrium, Natrium sulfuricum und Nasturtium), die Leber und den Darm (Fumaria, Geranium und Gentiana), den Urinaltrakt (Sarsaparrilla und Equisetum), das Lymphsystem und die Gebärmutter (Pinus silvestris, Scrophularia, Levothyroxine, Calcium phosphoricum, Juglans und Ferrum jodatum).

Sie können drei Dosen nehmen, 30 Tropfen jeder Zusammensetzung in 1,5l Wasser. Die Symptome einer Entgiftung bzw. Dränage können bei den Patienten unterschiedlich sein. Normalerweise beginnt es mit Harnausscheidung oder Wasserverlust, obwohl auch harmloser Durchfall und flüssiger Stuhlgang sowie eine Farbveränderung des Urins und der Fäkalien auftreten kann.

Eine Entgiftung, die auf die Haut und Lungen abzielt, kann erhöhtes Schwitzen mit Geruch oder eine Tachypnoe [starke Erhöhung der Atemfrequenz] mit sich bringen. Diese Symptome sind Zeichen einer gesunden Ausscheidung.

Wenn die Organe, welche wir entgiften wollen, mit Toxinen überladen sind, sind sie anfällig für Krankheiten etc. und die o.g. Präparate sind nicht für eine fortgeschrittene Entgiftung gedacht. Beim Patienten können dann Symptome auftreten, die einer Verweigerung der Entgiftung entsprechen. Dies sind: intensiver Kopfschmerz, Übelkeit sowie Muskel- und Gliederschmerzen.

Im Falle einer Verweigerung der Entgiftung können wir zuerst nur Nux vomica-Homaccord®, danach Berberis- Homaccord® gefolgt von Lymphomyosot® nehmen. Danach fahren wir wie obenbeschrieben fort.

Homo-Spagyrik

Man kann diese während einer chemotherapeutischen Behandlung anwenden, nachdem sich große Mengen an Toxinen im Organismus angesammelt haben, aber auch nach einer Behandlung mit allopathischen Medikamenten etc.

Wir können Nasulsar, Marbisan (allgemeine Dränage), Lynux (Verdauungsdränage) und Berbarin (Urinaldränage) kombinieren.
In diesem Fall dauert die Dränage drei Wochen.

Homöopathie

Medikamente sind: Nux Vomica 6C, Berberis Vulgaris D6 und Carduus Marianus (Mariendistel) D6.
Wir nehmen drei Granulate der Mittel bei jeder Mahlzeit. Nur drei Granulate jeden Mittels am Tag sind ausreichend: 3 der Nux Vomica am Morgen, 3 der Berberis am Mittag und 3 der Carduus am Abend. Diese Behandlung sollten wir mindetens 1 Monat lang durchführen.

Die Dränage ist die Basis jeglicher Behandlung bei einer Krankheit. Häufig können die Resultate je nach der Menge an Toxinen im Körper des Patienten unterschiedlich sein.

Vergessen Sie bitte nicht, dass die Homöopathie eine individuelle Behandlung (Anamnese) voraussetzt. honatur.com empfiehlt generell den Besuch bei einem Spezialisten.

Foto: Ordinary Guy (O.G.)Flickr, CC BY 2.0, Link