Ignatia amara: Eine Pflanze speziell für Frauen

Das homöopathische Mittel Ignatia amara wird aus der Ignatiusbohne (Strychnos ignatii) gewonnen. Die Pflanze enthält die giftigen Indolalkaloide Strychnin und Brucin.

Man verschreibt Ignatia amara bei depressiven Zuständen sowie körperlichen Störungen aufgrund eines emotionalen Schocks aber auch bei häufigen Stimmungsschwankungen.

Deshalb ist Ignatia amara eine Pflanze, die speziell während der Menstruation und der Menopause Anwendung findet. In diesen Fällen behandelt Ignatia amara emotionale Symptome wie Depressionen, Traurigkeit, Wehklagen, Stimmungsschwankungen oder schwache Nerven…

Die Ignatia amara ist ein Baum, der seinen Ursprung in Indien, China und den Philippinen hat. Ignatia amara ist ein bestens geeignetes homöopathisches Mittel für Frauen. Es wird für gewöhnlich vorzugsweise dunkelhäutigen und blauäugigen Frauen– aber nicht ausschließlich – verschrieben.

Die typische Patientin ist eine sensible, intelligente und romantische Frau oder Person, die zur Hysterie neigt. Sie gähnen und seufzen oft, da sie Schwierigkeiten haben, ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen.

Die Patientinnen sind hypersensibel, jedoch normalerweise fröhlich. Bei Stress oder Zwischenfällen neigen sie zu Niedergeschlagenheit und Melancholie. Sie werden dann introvertiert und grübeln viel über ihre eigenen Gedanken und ihre Traurigkeit nach.

Es fällt ihnen leicht zu weinen. Ihre Stimmungen schwanken und es ist schwer für sie, wieder lachen zu können. Auch durch Ablenkung können sie nur schwer ihre Niedergeschlagenheit ablegen.

Woran erkennt man die Betroffenen?

Die typische Betroffene ist eine dunkelhäutige Frau mit blauen Augen. Meist sind es auch hypersensible Personen, bei denen jegliche Situation eine starke Gefühlswallung hervorruft und sie fröhlich oder traurig stimmt.

Sie haben das Gefühl, als ob ihre Kehle kribbeln würde und sie schlecht atmen könnten. Außerdem neigen sie dazu, sich zu beklagen.

Ignatia amara leidet unter Stimmungsschwankungen und ist reizbar bis zu einem Grad der Widersprüchlichkeit. Sie stören sich an Gerüchen, vor allem von Tabak und Kaffee.

Bei Migräneanfällen empfinden die Betroffenen den Schmerz als große Last. Außerdem neigen sie zu an wechselnden Stellen auftretenden Schmerzen und dem Gefühl, ein Vakuum im Magen zu haben.

Befindet sich die Patientin im gesundheitlichen Gleichgewicht, ist sie eine gefühlsbetonte Frau (dies trifft auch auf Kinder und Männer zu) mit einem jugendlichen Charakter.

Ignatia amara reagiert schnell sehr emotional und ist leicht zu erschüttern, so dass es ihr schwerfällt wieder fröhlich gestimmt zu sein. Bei emotionaler Aufwühlung klagt und gähnt sie häufig. Ihre Stimmung schwankt unentwegt und sie reagiert sehr sensibel auf ihr Umfeld.

Befindet sich die Betroffene im gesundheitlichen Ungleichgewicht, klagt sie über Krämpfe und Schmerzen, die plötzlich auftreten und wieder verschwinden sowie Migräneanfälle.

Ignatia amara ist oft sehr niedergeschmettert. Aber sie begreift auch, dass sie dadurch keinen Schaden nimmt. Sie versucht zwar an andere Dinge zu denken, jedoch zieht sie sich in sich zurück und grübelt über ihre Niedergeschlagenheit nach.

Was hilft den Patientinnen?

Sämtliche Probleme lassen sich meist durch Ablenkung bessern: Einkaufen, Kinobesuch…

Auch Wärmezufuhr kann die Symptome verbessern. Diese verschlechtern sich meist bis 11 Uhr morgens durch Gefühlsaufwallungen, aber auch durch starke Gerüche: Tabak, Parfum, Kaffee…

Die Patientinnen sind paradoxe Persönlichkeiten, die es fertig bringen, auf Beerdigungen zu lachen. Ihre Hämorrhoiden bessern sich durch den Stuhlgang und ein Übermaß an Kaffee macht sie müde…

Wann verwendet man Ignatia amara?

Man verschreibt Ignatia amara, um die Konsequenzen eines emotionalen Schocks oder allgemeiner Trauer zu behandeln.

Man nutzt das homöopathische Mittel auch bei Situationen, die mit Furcht und Schrecken zusammenhängen, bei Zwischenfällen, die die Patientin schlecht verarbeiten kann, wenn sich die Patientin schikaniert fühlt und ihre Wut unterdrückt, bei zurückgehaltener oder unterdrückter Empörung, bei Unfällen, bei Niedergeschlagenheit, bei Liebeskummer und verfrühter Angst.

Wie fühlen die Patientinnen?

Die Betroffenen reagieren hypersensibel auf Schmerzen und auch auf Gerüche. Sie stören sich vor allem an dem Geruch von Tabak, es sei denn sie rauchen selbst. Sie fühlen sich im Allgemeinen schwach und haben das Gefühl eines Vakuums im Magen. Diese Befindlichkeiten halten bis ca. 11 Uhr morgens an.

Sie haben auch die Empfindung, als würde ihr Magen kribbeln und dass sie schlecht atmen könnten. Sie leiden an Migräneanfällen und wiederkehrenden flüchtigen, wandernden und punktförmigen Schmerzen.

Ignatia amara: Allgemeine klinische Anwendung

Die typische Patientin ist eine hypersensible, „selbst-zerstörerische“ und „dreiste“ Person. Man verabreicht Ignatia amara nach starken Gefühlswallungen, Zwischenfällen und bei Trauer. Die Pflanze wird bei sich wiederholenden Pathologien und vor allem nach Stresssituationen verschrieben.

Das Mittel hilft bei allen krampfartigen, wechselnden, paradoxen Symptomen oder bei einer möglichen Überempfindlichkeit.

Auch verschreibt man Ignatia amara bei funktionalen Syndromen, die ihren Ursprung in einem aufwühlenden Ereignis im Zusammenhang mit Stress oder dem Sozialleben haben. Die Symptome sind Stöhnen und Herzjagen. Das homöopathische Mittel hilft ebenso in Momenten der Angst, bei verfrühter Furcht, endogenen Depressionen und bei Liebeskummer.

Das Mittel kuriert außerdem Pathologien im Bezug auf Stress, wie Migräneanfälle, Krämpfe aufgrund eines aufwühlenden Zwischenfalls sowie Muskelversteifungen.

Ignatia amara ist eine Pflanze speziell für Frauen. Sie ist sehr wirksam, um Probleme während der Menstruation und der Menopause zu behandeln.

Mit dem Mittel behandelt die emotionalen Symptome, welche größtenteils durch Hormonschwankungen verursacht werden. Ignatia amara wirkt bei allen Arten der Depression und bessert den Gemütszustand, die Stimmung und hilft bei schwerer Trauer.

Vergessen Sie bitte nicht, dass die Homöopathie eine individuelle Behandlung (Anamnese) voraussetzt. Das homöopathische Mittel Ignatia amara ist nur eines von vielen, mit dem man die genannten Beschwerden lindern kann. honatur.com empfiehlt generell den Besuch bei einem Spezialisten.

Foto: H. Zell, CC.