Läuse: Pediculosis mit Naturheilmitteln behandeln

Jedes Jahr leiden tausende Menschen unter Pediculosis. Die Pediculosis ist eine Hautstörung, die durch den Befall von Läusen ausgelöst wird. Sowohl die Homöopathie als auch die Naturmedizin kennen wirksame Mittel, um eine Ansteckung mit Läusen zu behandeln beziehungsweise zu verhindern.

Die Ansteckung mit Läusen (Pediculus humanus capitis) geht Hand in Hand mit Juckreiz und winzigen Verletzungen der Kopfhaut, welche durch den Biss der Laus entstehen. Die Laus lebt auf der Kopfhaut, vorzugsweise im Nacken oder hinter den Ohren.

Die Laus ernährt sich vom Blut ihres Wirtes und legt Eier beziehungsweise Nissen nah an der Haarwurzel ab. Die Nissen haften am Kopf und innerhalb einer Woche schlüpfen neue Läuse.

Läuse fliegen und springen nicht

Läuse haben keine Flügel und deshalb können sie nicht fliegen. Aber sie springen auch nicht herum. Eine Ansteckung mit Läusen findet hauptsächlich durch einen engen Kontakt statt, bei dem ein Kopf einen anderen infiziert. Eine andere Form der Ansteckung kann durch das gemeinsame Nutzen von Bürsten, Kämmen, Schals sowie Mützen stattfinden beziehungsweise allen anderen Objekten, die mit dem Kopf in Berührung kommen.

Die Läuse deponieren ihre Eier beziehungsweise Nissen nahe an den Haarwurzeln. Direkt an den Wurzeln können die Nissen sich nur langsam entwickeln, aber umso schneller auf dem Kopf. Einige von ihnen schlüpfen und andere sind bereits tot. Man muss die Nissen von Schuppen unterscheiden. Schuppen lassen sich einfach aus dem Haar lösen, Nissen nicht.

Nach dem Biss sondert die Laus eine Art Speichel ab, der einen kleinen Stich auf der Kopfhaut hinterlässt. Wenn wir uns kratzen, kann dies die Kopfhaut sehr irritieren und gelegentlich kommt es zu einer kleinen bakteriellen Infektion.

Wie kann man eine Ansteckung mit Läusen vermeiden?

Prävention ist die beste Methode, um uns nicht anzustecken. Einige präventive Maßnahmen sind:

  • Kein gemeinsames Nutzen von Mützen, Bürsten, Schals und Haargummis. Nichts, was mit dem Kopf in Berührung kommt.
  • Einen Kopf-zu-Kopf Kontakt vermeiden.
  • Waschen von Haargummis, Kleidung, Bettwäsche und Handtüchern mit hohen Temperaturen (50 Grad und mehr). Bei diesen Temperaturen können weder die Läuse noch deren Nissen überleben.
  • Nutzen Sie Badekappen, wenn Sie ins Schwimmbad gehen. Läuse können im Wasser nicht überleben. Sie erstarren und sind somit nicht mehr ansteckend.
  • Wenn es zum Befall kommt, waschen Sie die betroffenen Stellen gut und bezwingen Sie die Läuse mit heißen Temperaturen, wenn diese hartnäckig sind, um so eine Wiederansteckung zu verhindern.
  • Handeln Sie im Falle einer Ansteckung schnell, da sich Läuse mit großer Geschwindigkeit vermehren. Wiederholen Sie die Behandlung regelmäßig, um einen erneuten Befall zu vermeiden, da einige Nissen oft am Leben bleiben.

Ein Rat: Haben Sie viel Geduld und waschen Sie Ihre Hände jedes Mal, nachdem Sie sich am Kopf gekratzt haben.

Natürliche Behandlung gegen Läuse

Es gibt mehrere Spezialprodukte in Apotheken, die beispielsweise ätherische Öle und Dimethicone in Form von Sprays, Shampoos und Lotionen enthalten.

Homöopathie gegen Läuse

Psorinum C15

Psorinum ist wirksam bei denjenigen Personen, welche Läuse gerade anzuziehen scheinen. Man nimmt Psorinum C15, eine Dosis pro Woche für zwei Monate.

Ätherische Öle

Ätherische Öle können eine große Hilfe sein. Dominique Baudoux empfiehlt folgende Lotion selbst zu mischen, um Läuse effizient zu bekämpfen:

Teebaum zu 15 Tropfen, Lavendel zu 5 Tropfen, Pfefferminze zu 5 Tropfen und 70%igem Alkohol zu 75 Tropfen. Diese Mittel sollten Sie nicht während der Schwangerschaft benutzen und auch nicht bei kleinen Kindern unter drei Jahren anwenden.

Im Falle einer Ansteckung benetzen Sie den Kopf mit 30 Tropfen der Mischung und reiben diese gut ein. Warten Sie 15 Minuten ab und waschen Sie Ihr Haar mit einem milden Shampoo. Sehr empfehlenswert ist ein Zitronen- oder Teebaumshampoo. Wiederholen Sie die Prozedur zweimal täglich, morgens und abends, drei Tage hintereinander. Danach reicht einmal die Woche, bis das Risiko abgeklungen ist.

Um einen Befall zu vermeiden, reicht es, vier Tropfen auf die Schläfen und den Nacken zu verteilen. Am besten Morgens, um einem Risiko vorzubeugen.

Vergessen Sie bitte nicht, dass die Homöopathie eine individuelle Behandlung (Anamnese) voraussetzt. honatur.com empfiehlt generell den Besuch bei einem Spezialisten.

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