Ledum palustre: Guter Entzündungshemmer

Ledum palustre (Sumpfporst) ist eine Pflanze aus der Familie der Ericaceae (Heidekrautgewächse), welche in den kühleren Gebieten Nordeuropas beheimatet ist.

Der Extrakt dieser Pflanze wird genutzt, um Lösungen herzustellen, mit denen Globuli imprägniert werden. Die Globuli werden dann als homöopathisches Mittel gegen verschiedene Krankheiten eingesetzt.

Welche Eigenschaften hat die Pflanze?

Zu den Eigenschaften der Pflanze zählen vor allem die große homöopathische Wirkung bei Verletzungen, Rheuma-Erkrankungen und bei Blutansammlungen (Ekchymose, Blutungen).

Zusätzlich hat dieses homöopathische Mittel eine sehr gute präventive und kurative Wirkung bei Moskitostichen:

Dazu zählen auch Verletzungen durch den Insektenstachel, Entzündungen aufgrund des Gifts des Moskitos und Blutungen im Einstichbereich.

Die zuletzt beschriebene Anwendungsmöglichkeit ist die wahrscheinlich am häufigsten, doch Ledum hat auch eine weitreichende Wirkung bei Rheuma-Erkrankungen.

Nützlich bei Entzündungen, Rheuma und Verletzungen

Diejenigen Rheuma Betroffenen, die am meisten von dem Mittel profitieren können, sind die, bei denen die Rheumaattacken akut auftreten.

Im Allgemeinen beginnt die Entzündung in den Füßen bzw. Beinen und weitet sich dann nach oben hin aus (Hüften, Schultern, …).

Die Probleme beginnen nachts mit Hitzewallungen. Die Schmerzen wandern und scheinen sich zu kreuzen. Sie scheinen von einem Gelenk ins andere zu wechseln (erst das rechte Knie, dann die linke Hüfte, …).

Sumpfporst ist ein gutes Mittel bei Knieschmerzen, egal, wo der Ursprung der Erkrankung liegt, und kombiniert mit Argentum metallicum (Silber) wirkt es regenerierend auf die Gelenkknorpel.

Es ist auch nützlich bei Knochenschmerzen z.B. in den Zehen und Fußsohlen, sowie für die Fußknöchel und Knie.

Manchmal hilft es Personen mit häufigen  Zerrungen und Verstauchungen. Diese Verletzungen verschlimmern sich bzw. treten bei Hitze auf und bessern sich stets bei einem Bad in kaltem Wasser.

Andere Anwendungsmöglichkeiten von Ledum palustre

Andere Situationen, in denen Ledum nützlich sein kann, sind Juckreiz in den Füßen bzw. Knöcheln, das sich durch Kratzen und Wärmezufuhr nur verschlechtert, Wunden bzw. Geschwüre, welche durch Verletzungen mit einem Schneidewerkzeug entstanden sind, und vor allem bei Ekchymosen und Hämatomen  sowie Regelstörungen, wenn diese mit starken und durchgehenden Blutungen einhergeht und das Blut eine rötlich glänzende Farbe aufweist.

Außerdem erwähnenswert ist die Anwendung bei einem „blauen Auge“, oder auch „Veilchen“,: Hier ist die Ursache eine Art Verletzung, das Blut sammelt sich an der betroffenen Stelle und der Patient sollte kühle Umschläge auflegen, damit die Schmerzen abklingen.

In all den genannten Fällen kann der Patient Linderung verspüren, indem er kalte Bäder nimmt oder kühle Wickel auflegt.

Kann man damit Moskitostiche verhindern?

Ja, Ledum palustre ist äußerst nützlich, um den Juckreiz, die Entzündung und die Blutungen, welche durch die Moskitostiche entstehen, zu verhindern.

In diesem Fall nimmt man für gewöhnlich 5 Globuli von  LEDUM PALUSTRE C9 drei- oder viermal täglich. Die Einnahme sollte separat von den Mahlzeiten stattfinden (15 Minuten vor oder eine halbe Stunde nach dem Essen).

Während man das homöopathische Mittel nimmt, ist unser Organismus „immun“ gegen Juckreiz, der durch die Moskitostiche auftritt. Es ist, als ob man gar nicht bemerken würde, dass Moskitos anwesend sind.

Vergessen Sie bitte nicht, dass die Homöopathie eine individuelle Behandlung (Anamnese) voraussetzt. honatur.com empfiehlt generell den Besuch bei einem Spezialisten.

Text: Pleple2000, Creative Commons, 4.0 International