Magnesium carbonicum: Laktoseintoleranz

In der Homöopathie wird Magnesium carbonicum (Magnesiumkarbonat) verwendet, um alle Arten von Nervenschmerzen, Zahnschmerzen, Gesichtsschmerzen, Schmerzen in der rechten Augenhöhle und schmerzhafte Menstruationsschmerzen (Dysmenorrhoe) zu behandeln.

Magnesium carbonicum ist auch wirksam für die Behandlung von Magenübersäuerung und bei Durchfall von Säuglingen durch Milchunverträglichkeit.

Das Mittel ist außerdem für Säuglinge mit schwacher Muskulatur und Anfälligkeit für Knochenbrüche sowie Laktoseintoleranz geeignet.

Magnesium carbonicum ist ein meist weibliches Kind oder ein Erwachsener. Der Patient hat nur schwach ausgeprägte Muskeln und leidet an Überempfindlichkeit gegen Lärm, Berührungen und Kälte. Ihr Wesen ist kühl. Tagsüber sind sie schläfrig und nachts werden diese Personen von Schlafstörungen geplagt.

Merkmale von Magnesium carbonicum

Das auffälligste Merkmal von Magnesium carbonicum sind stechende, akute Schmerzen entlang der Nervenbahnen.

Der Schweiß der Patienten hat einen säuerlichen Geruch. Magnesium carbonicum ist sehr empfindlich gegenüber Lärm und Berührungen.

Ihre Laktoseintoleranz kann zu Erbrechen und Durchfall führen. Dazu treten sehr häufig auch Unverträglichkeiten von Gemüse auf, vor allem von Artischocken.

Frauen leiden vor oder nach der Menstruation häufig an Entzündungen des Rachens (Pharyngitis).

Die Symptome nehmen nachts, im ruhenden Zustand sowie vor und nach der Monatsblutung zu. Durch Bewegung oder leichtes nach vorne beugen nehmen die Beschwerden ab.

Klinische Indikationen von Magnesium carbonicum

Sodbrennen oder Blähungen die sich durch den Genuss von Milchprodukten massiv verschlechtern.

Säuglinge leiden durch die Laktoseintoleranz an grünlich-schäumenden Durchfall, der Froschlaich ähnlich sieht.

Der Patient leidet an Schmerzen in der linken Gesichtshälfte, Rückenbeschwerden und an Zahnschmerzen. Die Symptome nehmen nachts zu.

Es kann zum so genannten Barré-Liéou-Syndrom (Erkrankung des autonomen Nervensystems und der Halswirbelsäule) kommen. Die Schmerzen reichen bis zum Oberkopf und werden von Schwindelgefühlen begleitet.

Vor der Menstruation kann es zu Rhinitis (Schnupfen) oder Pharyngitis (Rachenentzündung) kommen.

Mit Magnesium carbonicum kann man Tetanie bei schlanken Kindern, die anfällig für Magenübersäuerung sind, behandeln. Dabei kommt es zu einer Veränderung des Verhaltens auf psychischer und physischer Ebene, die Nerven und Muskeln beeinträchtigt und sich in Krämpfen äußert.

Es kann zu entzündeten, trockenen Augenlidern kommen (Blepharitis).

Vergleich von Magnesium muriaticum und Magnesium carbonicum

Die Magnesium carbonicum-Patienten sind verglichen mit den Magnesium muriaticum-Patienten deutlich zurückhaltender.

Die Neuralgien treten bei Carbonicum vor allem auf der linken, bei Muriaticum auf der rechten Seite auf.

Carbonicum verspürt Veränderungen der fünf Sinne Geruch, Geschmack, Berührung, Hören und Sehen. Bei Muriaticum sind meistens nur Geschmack- und Geruchssinn verändert.

Carbonicum verspürt eine starke Abneigung gegenüber Gemüse, während Muriaticum fast schon Heißhunger darauf hat.

Beide Charaktere sind anfällig für Leberschäden. Die Gefahr ist bei Carbonicum größer als bei Muriaticum. Dies gilt auch für Kinder, die nur mäßig wachsen, vor allem wenn der Stuhl weiß und gipsartig oder gelblich ist.

Magnesium carbonicum-Kinder haben zudem oft die Schwäche, den Kopf nicht dauerhaft aufrecht halten zu können.

Hier geht´s zum Artikel über Magnesium muriaticum.

Vergessen Sie bitte nicht, dass die Homöopathie eine individuelle Behandlung (Anamnese) voraussetzt. honatur.com empfiehlt generell den Besuch bei einem Spezialisten.

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