Melatonin verhindert den Jetlag

Melatonin kann einen Jetlag verhindern. Es ist ein Hormon, dass bereits in unserem Organismus vorhanden ist und in der Zirbeldrüse bzw. Epiphyse synthetisiert wird.

Teilweise wird es aus Serotonin synthetisiert und seine Hauptfunktion liegt darin, die Funktionsfähigkeit unserer biologischen Uhr während wir schlafen zu überwachen. Durch das Melatonin können wir einen erholsamen Schlaf haben.

Das Melatonin hat noch andere Eigenschaften und Verwendungen außer uns einen gesunden Schlaf zu gewährleisten. Es ist ein wirksames Antioxidans, welches bei der Behandlung von Krebs und Alzheimer mithilft. Zudem ist es dazu fähig, einen Jetlag zu verhindern, unserer Immunsystem zu stärken und das Risiko von kardivaskulären Krankheiten zu reduzieren, da es den Blutdruck reguliert.

Es wird freigesetzt, wenn es dunkel wird und die Freisetzung wird ausgesetzt, wenn es wieder hell wird (Nacht und Tag). Das Melatonin ist noch nicht mit der Geburt vorhanden, sondern wird erst in einem Alter von maximal zwei bis drei Jahren gebildet. Die Produktion verringert sich mit dem Beginn der Pubertät und bleibt bis mindestens zum 70. Lebensjahr bestehen. Auch wird das Melatonin im Fall von Stress reduziert, abhängig von der Jahreszeit und den Temperaturen.

Das Melatonin synthetisiert sich hauptsächlich in der Epiphyse, aber auch in anderen Organen: der Netzhaut, dem Magendarmtrakt (nach einem reichhaltigen Essen als Tryptophan), in der Haut, im Knochenmark und in den Lymphozyten.

Eigenschaften des Melatonin

Es ist ein wirksames Antioxidans und außerdem kann es Enzym-Antioxidantien aktivieren, welche unserer Körper benötigt. Melatonin verzögert Alterserscheinungen und das Entstehen von degenerativen Erkrankungen.

Zudem reguliert es Schlafstörungen, vor allem im Alter. Mit den Jahren verringert sich die Freisetzung von Melatonin und die Einnahme von Melatonin, eine Stunde bevor man schlafen geht, kann Schlaflosigkeit verhindern.

Es kann einen Jetlag vermeiden, da es unsere biologische Uhr synchronisieren kann und da schlafen und wach sein verbunden mit dem Sonnenauf- und untergang sind. Die Einnahme von zwei bis fünf Milligramm eine Stunde vor dem Hinlegen, zwei Tage vor dem Abflug und darauffolgend innerhalb von zwei oder drei Tagen einmal, sobald man am Ziel angekommen ist, verhindert einen Jetlag.

Melatonin bessert Symptome von Alzheimer, wie Probleme mit dem Schlaf-Wachzyklus, Unruhe und Aggressivität. Die Ergebnisse einer Melatonin-Behandlung dieser Symptome sind sehr interessant, da sie dasselbe zeigen, wie eine Behandlung mit Benzodiazepin und Anti-Psychotika (wie z.B. Haloperidol).

Auch hat Melatonin krebshemmende Eigenschaften, kann menschliche Tumorzellen zerstören und das Wachstum eines Tumors verhindern. Es hilft bei der Verringerung chemischer Nebenwirkungen einer Chemo- und Strahlentherapie. Es kann aber auch zum Gegenteil führen, da Melatonin in großen Dosen einen krebserregenden Effekt hat.

Wie nimmt man Melatonin?

Es gibt keine festgelegte Dosis. Bei jeder Person ist die Menge unterschiedlich, aber man beginnt mit einer niedrigen Dosis und erhöht diese, bis man die für sich optimale Dosis erreicht hat. Hohe Dosen an Melatonin können zu Nebenwirkungen wie Angst und Verwirrung führen.

Was muss man beim Melatonin beachten?

Man darf Melatonin weder in der Schwangerschaft noch in der Stillzeit einnehmen.

Wechselwirkungen mit Medikamenten wie Antidepressiva, Entzündungshemmer (NSAR), Blutgerinnungshemmer …

Keine Verabreichung bei Säuglingen oder bei Kindern jünger als drei Jahre, da es keine Studien über mögliche mittel- oder langfristigen Nebenwirkungen bei Kindern gibt. Eine Einnahme sollte nur unter ärztlicher Kontrolle oder in einer speziellen Einrichtung stattfinden.

Hohe Dosen Melatonin können zu Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit sowie vorübergehender Müdigkeit und Depressionen führen.

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