Opium: Schlaflosigkeit aus Angst und Panik

Opium oder Schlafmohn wird hauptsächlich bei atonischer Verstopfung (Erschlaffung der Muskulatur) angewandt. Es hat auch schmerzstillende und beruhigende Eigenschaften.

Es wird in der Homöopathie verwendet, um Schlaflosigkeit, die durch Angst oder starke Emotionen verursacht wird, zu behandeln.

Es ist das Medikament bei Erkrankungen emotionalen Ursprungs, verursacht durch einen plötzlichen Schreck oder lähmende Angst.

Opium wird auch bei emotionalen Störungen durch angenehme Überraschungen oder plötzliche Freude verwendet.

Bei Opium-Betroffene spiegelt sich die Panik nach einem emotionalen Schock für lange Zeit im Gesicht.

Diese Menschen sind durch einen großen Schreck oder Angst gelähmt, können unfreiwillig Stuhl oder Urin lassen, können Fehlgeburten oder ausbleibende Menstruationen haben.

Homöopathie: Wann verwendet man Opium?

Die therapeutischen Indikationen basieren auf der Gesamtbehandlung. Wir verwendet es bei:

  • chronischem Alkoholismus,
  • nach einem emotionalen Schock, der durch Angst oder intensive Gefühle ausgelöst wurde,
  • nach einer Anästhesie (wegen einer Operation zum Beispiel),
  • bei Suchtmittelmissbrauch, Drogenabhängigkeit
  • Sonnenstich.

Charakteristik von Opium

Opium vermindert alle Absonderungen von Körperflüssigkeiten außer der Milchproduktion nach der Geburt und der Transpiration. Die Schweißabsonderung ist erhöht und „warm“.

Der Patient fühlt keinen Schmerz, leidet nicht und klagt nicht während der Krankheit, trotz der Intensität der allgemeinen Anzeichen.

Das Gesicht ist dunkelrot und der Patient hat heiße Schweißausbrüche, die Pupillen sind zusammen gezogen, er fühlt eine extrem starke Schläfrigkeit, aber kann nicht schlafen.

Opium-Betroffene sind schläfrig und in einem teilweise unbewussten Zustand aufgrund einer verringerten Aktivität der geistigen und körperlichen Funktionen und der Fähigkeit, auf Stimuli zu reagieren.

Die Atmung ist langsam und schnarchend. Es treten verschiedene Lähmungen auf, atonische Verstopfung und kein Bedürfnis nach Stuhlgang.

Diese Menschen haben eine Hyperästhesie (Überempfindlichkeit für Berührungsreize) aller sensorischen Organe, vor allem der Gehörorgane.

Sie wachen beim geringsten Geräusch auf. Sie haben großen Durst und ein Gefühl der Verrohung. Ihr Verstand ist wie vernebelt.

Es wird schlechter bei Wärme und beim Aufwachen und besser an der frischen Luft.

Klinische Indikationen

Längere Bewusstseinstrübung nach einer Narkose.

Darmlähmung und Verstopfung nach einer Operation. Verstopfung ohne das Bedürfnis nach Stuhlgang.

Schlafapnoe und Schlaflosigkeit durch auditorische Überempfindlichkeit oder als Folge von starken Emotionen und Ängsten. Die Patienten zeigen eine lange Zeit ein erschrockenes Gesicht.

Atonische Verstopfung ohne das Bedürfnis nach Stuhlgang.

Alkohol- und Opiat-Entzugserscheinungen. Im Allgemeinen bei jeder Form von Suchtverhalten.

In schweren pathologischen Zuständen ohne Schmerzen. Bei Koma wegen einer Kopfverletzung, wenn der Patient ein dunkelrotes Gesicht hat, eine keuchende und anstrengende Atmung, schwitzt und Miosis (Pupillenverengung) hat.

Heiserkeit nach einem Schreck.

Krämpfe bei Kindern mit Atembeschwerden.

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