Phosphorus: Hyperaktiv und emotional

In der Homöopathie ist Phosphorus (Phosphor) im Gleichgewicht eine Person mit viel Energie. Offen, hyperaktiv, mit Illusionen, gesellig, liebevoll, extrovertiert, genießt Freundschaften und die Geselligkeit, ist intelligent und sensibel.

Der Betroffene ist sehr emotional, sucht die Gesellschaft und ist bereit, anderen Gefälligkeiten zu erweisen.

Auf der anderen Seite kann Phosphorus die Einsamkeit beim Entwickeln künstlerischer Projekte genießen.

Phosphorus ist leicht erschöpft und reizbar, traurig, verschlossen, gespannt und erschrocken beim geringsten Anlass. Es fällt ihm schwer, sich zu konzentrieren.

Phosphor ist überempfindlich in Bezug auf seine Umwelt und ist emotional verwundbar in einer feindlichen Umgebung.

Alles beim Phosphorus, Energie, Bewusstsein und Emotionen, kann man mit einem Streichholz vergleichen. Am Anfang herrscht eine sehr starke Energie vor, man bemerkt, wie sie sich ausbreitet, leuchtet, wie die Flamme kräftig wird. Dann verlöscht diese Energie plötzlich und es hilft nur noch erholsamer Schlaf.

Verhalten: Die Phosphorus-Chronologie

Im Ungleichgewicht durchläuft der Betroffene verschiedene Phasen, in denen die Angst und die Anspannung zu Pessimismus führen können. Sein Lebensstil ist schnell, diskontinuierlich, abwechselnd, variabel und er ermüdet leicht.

Bei Phosphorus wechseln Zustände der sensorischen und geistigen Aufregung mit Depressionen, begleitet von Angstzuständen und Schüchternheit.

Der Betroffene ist groß, schlank, mit schmaler Brust und feiner Haut, Händen und Gesichtszügen. Die Haut ist weiß mit Sommersprossen. Die Haare sind blond oder rotblond.

Das Phosphorus-Kind ist warm, offenherzig, sehr sensibel, phantasievoll, oft ein Künstler oder Musiker. Jugendliche wachsen sehr schnell und beugen sich leicht.

Im Ungleichgewicht und in einer ersten Phase leiden sie unter Angst, die sich nur mit beruhigenden Worten verbessert. Die Symptome sind körperlich und es besteht eine Neigung, leicht zu bluten: Nasenbluten, verlängerte Menstruation oder innere Blutungen.

Phosphorus mag kalte Getränke und kalte, salzige Lebensmittel, fühlt brennende Schmerzen in den Schulterblättern, isst gerne Schokolade und Süßigkeiten. Alle diese Wünsche machen Phosphorus zu einem Kandidat für Diabetes.

Wenn sich die körperlichen Symptome verbessern, verschlechtert sich die emotionale Sphäre, es kommen Angst und Anspannung dazu. Der Betroffene hat starke Angst um seine Gesundheit und viele andere Ängste wegen Einsamkeit, Dunkelheit, Stürmen, „Geistern“ und Abenddämmerung.

Mit der Zeit nimmt die Angst zu und der Betroffene wird „besessen“ wegen seiner Gesundheit. Sein Schlaf ist nicht erholsam, er wacht müde auf. Er denkt, dass etwas Schlimmes passieren wird. Phosphorus fühlt Panik, Angst vor dem drohenden Tod.

Diese Angst wird verstärkt, wenn der Patient einsam ist obwohl er die Gesellschaft sucht, auf der Suche nach Freunden ist.

Im Extremfall verwirrt sich sein Geist, er kann sich schlecht konzentrieren, ist unfähig, Gedanken zu verarbeiten und zu verstehen, was ihm gesagt wird. Körper und Geist sind geschwächt, Phosphorus kann in einem Zustand der Senilität enden.

Eigenschaften von Phosphorus

Der Betroffene hat Lust auf kalte Getränke und kalte Speisen, Salz und salzige Lebensmittel außer gesalzenem Fisch und Austern. Er ist hungrig in der Nacht. Ihn stören Lärm, Gerüche und Licht.

Klinische Indikationen für Phosphorus

Die Hauptindikationen sind: Vorbeugung von Blutungen vor Operationen, Nasenbluten, Neigung zu Blutungen, starker Müdigkeit, instabilen Stimmungen, viraler Hepatitis oder Aceton. Phosphor verhindert Gefäßkomplikationen bei Diabetes und Schlaganfällen.

Vergessen Sie bitte nicht, dass die Homöopathie eine individuelle Behandlung (Anamnese) voraussetzt. Das homöopathische Mittel Phosphorus ist nur eines von vielen, mit dem man die genannten Beschwerden lindern kann. honatur.com empfiehlt generell den Besuch bei einem Spezialisten.

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