Silicea terra: Ästhetisch, kühl und schwach

Silicea ist nach dem Sauerstoff das auf der Erde am zweithäufigsten vorkommende Element.

Silicea terra (Silizium, Kieselerde, Quarz) wird in der Homöopathie in hohen Verdünnungen bei chronischen Vereiterungen, bei Arthrose, in der Wachstumsphase und für die Knochenmineralisierung verordnet.

Bei hohen Verdünnungen aktiviert Silicea die Abwehrkräfte des Körpers. Bei niedrigen Verdünnungen wirkt es als Schutz der Arterienwand.

Wie erkennt man einen Silicea-Betroffenen?

Silicea ist eine Person mit sehr dünnen Knochen, verfeinert, ästhetisch, kühl und schwach. Normalerweise hat sie kalte Hände und Füße. Sie kann auch einen vorstehenden Bauch haben.

In der Regel leidet sie an einem Mangel an menschlicher Wärme und hat Rückenschmerzen.

Sie hat Angst, abgelehnt und verlassen zu werden und fühlt sich schwach.

Betroffene Kinder haben einen großen Kopf und große, helle, lebendige Augen. Sie haben kalten Schweiß auf der Stirn, am Hals und an den Füßen.

Silicea ist ein nervöses, unruhiges, schüchternes, zurückhaltendes, ängstliches, überempfindliches, ernstes, korrektes und höfliches Kind.

Silicea hat ein großes Einfühlungsvermögen und viele Freunde. Es ist sehr gründlich, schätzt alles, versteht und bildet sich eine Meinung auf Grund von vielen Kriterien.

Betroffene Kinder und -Jugendliche sind aufmerksam, sehr intelligent, aber es fehlt das Selbstvertrauen, und sie haben Angst vor dem Scheitern.

Sie sind meist fügsam und ruhig. Intellektuell sind sie schnell erschöpft.

Sie verabscheuen Gewalt und suchen eventuell Zuflucht in einer einsamen Tätigkeit oder geben sich einer großzügigen und selbstlosen Sache hin.

Im unausgeglichenen Zustand ist Silicea eine Person, die anfällig ist für Müdigkeit. Sie ist schlank, ermüdet schnell und obwohl ihre Ernährung gut ist, klagen sie oft über Kopfschmerzen.

Wie fühlt sich Silicea?

Sie leiden allgemein an Hyperästhesie (Überempfindlichkeit für Berührungsreize). Sie sind empfindlich gegen Kälte, haben den Eindruck von Kälte in den erkrankten Bereichen und erschrecken sich bei dem geringsten Geräusch.

Was gefällt Silicea und was nicht?

Sie genießen die Wärme, vor allem bei trockenem Wetter. Aber sie vertragen die Kälte nicht gut, und es wird schlimmer bei Neumond.

Wenn verschreibt man Silicea?

  • bei chronischen Erkrankungen an den Ohren und im Rachen.
  • bei Verdauungsstörungen in der Kindheit.
  • wenn Impfstoffe schlecht vertragen werden.
  • wenn es in der Kindheit Störungen bei der Aufnahme der Nahrung gibt.
  • bei Erschöpfung wegen geistiger Überlastung.
  • bei starkem Schwitzen am Kopf und stinkenden Füßen, brüchigen Nägeln oder Vereiterungen der Haut und Schleimhäute.
  • Mangel an einer allgemeinen Reaktion auf eine physische oder psychische Aggression.

Die wichtigsten klinischen Indikationen von Silicea

  • In der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde: Rhinitis (Nasenschleimhautentzündung), Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung), Otorrhoe (Ohrenfluss).
  • Gesamtzustand: Silicea behandelt die Schüchternheit, körperliche und geistige Erschöpfung, unruhigen Schlaf oder Schlafwandeln.
  • Chronische Vereiterung: Es ist das homöopathische Skalpell. Es wird bei Furunkeln, Akne, Zahn-Vereiterung, Gerstenkörnern, Nasopharyngitis, Bronchitis verordnet.
  • Wachstum und Mineralisierung: Es ist sehr wirksam bei Rachitis, Knochenfrakturen, Osteoporose und während der Laktation (Stillzeit).

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Vergessen Sie bitte nicht, dass die Homöopathie eine individuelle Behandlung (Anamnese) voraussetzt. Das homöopathische Mittel Silicea ist nur eines von vielen, mit dem man die genannten Beschwerden lindern kann. honatur.com empfiehlt generell den Besuch bei einem Spezialisten.

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