Sonnenbad: Gesunde Bräune auf natürliche Art

Es gibt zahlreiche natürliche Mittel, die der Haut helfen, wenn sie zu starker Sonne ausgesetzt war. Für eine schöne Sonnenbräune ist es unumgänglich, die Haut zu pflegen und zu schützen. 

Sobald der Sommer da ist, wünschen sich einige Menschen, schön gebräunt zu sein. Aber man sollte sich vor der Sonne in Acht nehmen. Stundenlang in der Sonne zu liegen, schadet der Haut und lässt sie vorzeitig altern.

Für eine gesunde Bräune muss die Haut vor ultravioletten Strahlen geschützt werden, die von der Sonne herstammen.

Auf der oberen Hautschicht sondern Melanozyte Melanin ab. Melanin ist eine Substanz, die die Haut pigmentiert. Das Melanin synthetisiert sich im Körper mit Hilfe von L-Tyrosin und Kupfer.

Wenn ultraviolette Strahlen auf die Haut treffen, tritt das Melanin auf der Epidermis beziehungsweise der obersten Hautschicht zu Tage.

Das Melanin setzt sich auf der Epidermis ab und beginnt zu oxidieren, sobald es mit weiteren ultravioletten Strahlen in Kontakt kommt. In diesem Moment pigmentiert das Melanin die Haut, welche sich daraufhin dunkler färbt und was schließlich zur Sonnenbräune führt.

Was kann man für eine schöne und dauerhafte Sonnenbräune tun?

Zur äußeren Anwendung

Sonnenbräune: UV-Schutz

Der UV-Schutz muss passend zum Hauttyp gewählt werden. Dieser wird ermittelt durch einen Vergleich des grundlegenden Hautschutzes mit den ultravioletten Strahlen des Typs B. So höher der Lichtschutzfaktor, desto länger kann sich eine Person in der Sonne aufhalten, ohne dass die Haut verbrennt.

Der UV-Schutz sollte 20 Minuten, bevor man sich in die Sonne legt, aufgetragen werden. Jede halbe Stunde oder wenn die Haut schwitzt oder nass wurde, muss der Schutz erneuert werden.

Die natürliche Absorption der Haut verbunden mit Wasser bewirkt, dass der UV-Schutz schwindet. Deshalb sollte man zusätzlich einen Sonnenschutz auftragen, wenn man sich bräunen möchte.

Aktuell gibt es auf dem Markt viele geeignete Cremes zum Schutz vor UV-Strahlen, welche Moleküle beinhalten, die die Bräunung beschleunigen. Ein Beispiel ist Bioderma.

Zur mündlichen Einnahme

Sonnenbräune: Karotin, Beta-Carotin und  Lycopin.

Sowohl Karotine als auch Beta-Carotine und Lycopine schützen die Haut vor freien Radikalen. Man sollte mit der Einnahme zwei Monate vor dem häufigen Sonnenbaden beginnen, um die Haut vorzubereiten. Die Karotine verhindern Erytheme und Sonnenbrände.

Das Beta-Carotin intensiviert und verlängert die Bräune der Haut. Die tägliche Dosis Beta-Carotin sollte zwischen 10 – 30 Milligramm und die Lycopin-Dosis 6 – 16 Milligramm betragen.

Vitamin E

Die empfohlene Dosierung von Vitamin E beträgt 200 bis 400 internationale Einheiten (IE), die zu den Mahlzeiten eingenommen werden sollte. Vitamin E ist ein Antioxidationsmittel, welches die Zellmembranen schützt. Die ultravioletten Strahlen der Sonne minimeren das Vitamin E im Körper.

Vitamin C

Die empfohlene Vitamin C-Dosis liegt zwischen 1 bis 3 Gramm täglich. Am effektivsten ist Vitamin C in Verbindung mit Bioflavonoiden.

Das Vitamin C verhindert das vorzeitige Altern der Haut, indem es Kollagen und Elastin bildet. Da das Vitamin C ein Antioxidant ist, kann es die negativen Effekte der ultravioletten Strahlung auf die Haut eindämmen.

Bioflavonoide sind starke Antioxidanten und erhöhen die Bioverfügbarkeit des Vitamin Cs im Körper.

Polypodium leucotomos (Goldtüpfelfarn)

Polypodium leucotomos wird aus Farnkraut gewonnen. P. leucotomos fungiert als Sonnenschutz.

Das Mittel unterstützt die Konservierung von Immunzellen, die speziell dazu da sind, um Hautkrebs zu bekämpfen. Außerdem verhindert es die Zerstörung von Kollagen.

Polypodium leucotomos dient als Abwehrmechanismus, um vor Hautkrebs zu schützen, welcher durch ultraviolette Sonnenstrahlung ausgelöst werden kann. P. leucotomos reduziert Sonnenbrand, wenn man seine Haut der Sonne zu lange aussetzt.

Sonnenbaden: Auf jeden Fall oder lieber nicht?

In der Sonne liegen ist für die meisten angenehm, aber man sollte es nicht übertreiben. Es sollten immer Vorkehrungen getroffen werden. So sollte man sich nicht in die Sonne begeben, wenn diese am höchsten steht. Der Sonnenschutz sollte jede halbe Stunde erneuert werden.

Nach Möglichkeit sollte viel Wasser oder auch Saft getrunken werden, um einer Dehydration vorzubeugen. Auch sollte man keine Medikamente einnehmen, die die Lichtempfindlichkeit verstärken.

Kleine Kinder sollten sich grundsätzlich nicht lange in der Sonne aufhalten. Am stärksten ist die Sonnenstrahlung um die Mittagszeit, so dass man sich zu dieser Tageszeit aus der Sonne zurückziehen sollte. So bleibt auch die Immunabwehr des Körpers gegen die Sonne gestärkt.

Es sollte immer bedacht werden, dass ein Übermaß an Sonne zu Sonnenbrand und möglicherweise sogar Hautkrebs führen kann.

Foto: manwalk / Manfred Walker  / pixelio.de