Sonnenstich und Hitzschlag: Homöopathische Hilfe

Bei einem Sonnenstich oder einem Hitzschlag kann man Homöopathie einsetzen. Wenn man einmal zu viel Hitze abbekommen hat, kann beispielsweise das homöopathische Mittel Belladonna sehr hilfreich sein. 

Wenn man sich über längere Zeit der Sonne aussetzt, kann dies Folgen für den Körper haben. Der Organismus, der die Körpertemperatur regelt, verändert sich durch intensive Sonneneinstrahlung.

Die ersten Veränderungen des Organismus machen sich bemerkbar durch Symptome wie einen Sonnenstich, wobei die Körpertemperatur bis auf 45°C ansteigen kann.

Hat man sich einmal übermäßiger Wärme ausgesetzt, kommt es zu Beschwerden wie Kopfschmerzen, Sehschwierigkeiten, Benommenheit, Schwindel und Muskelkrämpfen.

Danach können auch Übelkeit, Erbrechen, Fieber und Dehydrierung auftreten.

Der Patient verspürt starken Durst, ihm ist heiß aufgrund des Fiebers und da er dehydriert ist, schwitzt er heftig. Im Extremfall wirkt er geistig verwirrt und leidet unter Schüttelkrämpfen sowie Gedächtnisverlust.

Wenn der Sonnenstich mit Fieber und Kopfschmerzen einhergeht, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

Als erstens sollte man nach einem Sonnenstich viel trinken. Kalte Getränke, isotonisches Meerwasser oder Molke helfen, um sich zu rehydrieren und um Elektrolyte zu ersetzen. Der Betroffene sollte in feuchte oder kalte Kleidung gewickelt werden, damit die Körpertemperatur gesenkt wird.

Homöopathische Mittel gegen einen Sonnenstich

Apis (Honigbiene) 5 C

Zu jeder Stunde sollten fünf Granulate eingenommen werden. Der Betroffene verspürt keinen Durst und ist stark erhitzt.

Aconitum (Eisenhut) 15 C

Es wird empfohlen, jede halbe Stunde fünf Granulate zu nehmen. Der Patient schwitzt nicht, hat ein gerötetes Gesicht und wirkt ängstlich. Wenn kein Schweiß auftritt, handelt es sich dabei um einen Sonnenstich ohne Dehydration.

Belladonna (Tollkirsche) 9 C

Der Patient sollte jede Stunde fünf Granulate einnehmen. Der Betroffene leidet unter Kopfschmerzen, Fieber, Erbrechen und Schwitzen.

Gelsemium sempervirens (Gelber Jasmin) 15 C

Es sollten jede halbe Stunde fünf Granulate eingenommen werden. Der Patient hat ein gerötetes Gesicht, sondert Schweiß ab, leidet unter fiebrigen Kopfschmerzen, hat visuelle Wahrnehmungsstörungen und fühlt sich benommen.

Glonoinum (Nitroglyzerin) 9 C und Opium 9 C

Von jedem dieser Mittel sollten abwechselnd alle fünf bis zehn Minuten 5 Granulate eingenommen werden.

Glonoinum

wird eingenommen, wenn das Gesicht des Betroffenen durch einen Blutstau gerötet ist und dieser unter Zuckungen, Kopfschmerzen, Herzjagen und erhöhtem Blutdruck leidet.

Opium

ist ein gutes Mittel gegen Sonnenstich, wenn der Betroffene erhitzt, verschwitzt und müde ist. Außerdem, wenn es zu verzögerter Atmung kommt und Bewusstseinsstörungen auftreten.

In all den obengenannten Fällen sollte der Zeitabstand zwischen den Dosierungen verlängert werden, sobald sich die Symptome bessern.

Vergessen Sie bitte nicht, dass die Homöopathie eine individuelle Behandlung (Anamnese) voraussetzt. honatur.com empfiehlt generell den Besuch bei einem Spezialisten.

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