Sport und natürliche Medizin: Eine perfekte Kombination

Immer mehr Menschen widmen ihre Freizeit der Ausübung eines Sportes. Natürliche Medizin kann dabei eine große Hilfe für Sportler sein.

Marathons, Halbmarathons, Strecken von 10 km, Triathlons, Fahrradrennstrecken oder Bergwanderungen, lange Schwimmstrecken und viele weitere sportliche Aktivitäten erleben heutzutage einen richtigen Aufschwung.

Personen jeden Alters legen Wert auf gesunde sportliche Betätigung, aber eigentlich ist es empfehlenswert, die Art des Sportes auf die physische Kondition und das Alter der jeweiligen Person abzustimmen.

Intensive sportliche Betätigung als Hobby

Ältere Personen zwischen 40 und 45 Jahren, vor allem diejenigen, die sich dem Joggen widmen, ziehen sich häufig Verletzungen zu.

Verschiedene Ursachen sind in diesem Fall zu nennen, welche die Probleme hervorrufen. Zuallererst wäre da das Alter, in dem sich die Gelenke abnutzen und altern und wodurch es schwer wird, diesselbe Vitalität und denselben Rhythmus beizubehalten wie früher.

Eine andere Ursache wäre übermäßiges Training, wenn man kein Profisportler ist. Und drittens wäre da eine falsche Ernährung in großen Mengen und der schnelle Energiereserveverbrauch, den solch ein Sport fordert.

Wie kann die natürliche Medizin beim Sport helfen?

Beim Sport kann die natürliche Medizin von sehr großer Hilfe sein und wird hauptsächlich präventiv verwendet.

Es gibt Nahrungsergänzungsmittel in allen möglichen Varianten, die uns dabei unterstützen können, unseren Organismus in Form zu halten. Mit ein paar Vitaminen, Mineralien und adäquaten Nährstoffen, welche garantiert auch gegen körperliche Ermüdung helfen, können wir die Flexibilität der Gelenke beibehalten und eine vorzeitige Alterung dieser vermeiden. Unten stehend finden Sie eine Liste mit wichtigen Nährstoffen, die einem Großteil der Sportler helfen sollten.

Glucosamin, Chondroitinsulfat

Glucosamin ist der Vorläufer des Glycosaminoglycan und des Proteoglykan. Beides sind Hauptbestandteile der Knorpel und kümmern sich um die richtige Entwicklung und Heilung dieser.

Chondroitinsulfat ist ein Glycosaminoglycan-Sulfat, welches Teil des Bindegewebe, der Knorpel, Bänder und Sehnen ist. Beide Substanzen können getrennt oder gemeinsam eingenommen werden und dienen zur Prävention von Verletzungen bei intensiver sprotlicher Betätigung; sie bremsen den Verschleiß und unterstützen die Heilung.

Mineralien für den Sport: Magnesium, Kalium, Calcium, Selen, Zink

Magnesium: hilft dem Calcium und dem Phosphor sich mit den Knochen zu verbinden und ist grundlegend für die Übermittlung von Nervenreizen, welche wiederum Muskelkontraktionen bewirken.

Es hat ebenso einen beruhigenden Effekt auf die Muskeln. Bei viel Sport kann ein Mangel Sehnenentzündungen und häufige Gelenkschmerzen verursachen.

Kalium: spielt eine grundlegende Rolle bei der Kontrolle des Flüssigkeitshaushaltes im Organismus. Sport fördert den Verbrauch und wir benötigen deshalb erhöhte Mengen an Kalium. Ein Mangel kann Erschöpfung, Muskelschwäche und Krämpfe hervorrufen.

Außerdem greift es in das säure-basierte Gleichgewicht ein. Daher ist es wichtig, eine ausreichende Menge Kalium zu uns zu nehmen, um zu viel Sodium (Salz), das wir mit der normalen Ernährung zu uns nehmen, auszugleichen.

Calcium: dieses Mineral gibt den Knochen Konsistenz. Bei häufiger sportlicher Betätigung bzw. wenn wir viel davon verbrauchen, können wir einen großen Bedarf an Calcium haben.

Selen und Zink: wichtig für die Bildung von Antioxidantien, welche unserem Organismus helfen, sich schneller nach dem Sport zu erholen und erhöhten oxidativen Stress in den Muskeln und Gelenken zu vermeiden.

Antioxidantien für den Sport: Vitamin C, Astaxanthin, Resveratrol, Acai, grüner Tee, Guarana, Mate

Physische Anstrengung kann sehr gesundheitsfördernd sein, aber auch eine Oxidation hervorrufen.

Ein hoher Energie- sowie Nährstoffverbrauch und die beschleunigte Verbrennung von Molekülen, um Zellenergie herzustellen, sind die Ursache für eine erhöhte Oxidation.

Obwohl dies eigentlich eine „positive Oxidation“ ist, führt dies bei häufiger Wiederholung (durch Training) in  unserem Organismus zu einem unerwünschten Anstieg, verbessert aber auch die Fähigkeit des Gewebes, Stress auszuhalten.

Mittelfristig richtet sich unser Körper darauf ein, die Antioxidation, als Antwort auf die körperliche Anstrengung, zu erhöhen. Wenn wir weiterhin Sport treiben, wandelt sich dieser Prozess dann in eine perfekte Methode, um Alterungserscheinungen und Oxidation zu vermeiden.

Auf jeden Fall sollten wir, je nach Alter, Art der sportlichen Aktivität bzw. Intensität des Trainings, immer auf ein natürliches Antioxidans zurückgreifen können, um uns zu stärken. Dazu zählen u.a. Vitamin C, Flavonoide (Astaxanthin, Resveratrol, grüner Tee, Tee mit Mate Guarana) und Anthocyanidine (Acai).

Adaptogene: Ginseng, Eleuterococo, Acai, brasilianisches Ginseng  (Kraft der Natur®)

Adaptogene sind Substanzen, normalerweise pflanzlichen Ursprungs, welche die Eigenschaft haben, unser Abwehrsystem bei Stress und Überlastung zu stärken.

Sie wirken sowohl physisch als auch psychisch. Bis heute sind die bekanntesten und am meisten verwendeten eurasische Pflanzen wie Ginseng und Eleuterococo.

Heutzutage gelangen auch amerikanische Pflanzen aus dem Amazonasgebiet zu uns, welche ähnliche therapeutische Wirkung haben und sehr wirksam sind. Dazu zählen: Acai und  Pfaffia paniculata – den Meisten als brasilianisches Ginseng bekannt-.

Die Pflanzen beugen großer körperlicher Erschöpfung vor. Sie bereiten den Organismus darauf vor bzw. passen diesen daran an, starker körperlicher Beanspruchung standzuhalten. Sie haben einen wichtigen stresslindernden Effekt.

Medizinische pflanzliche Entzündungshemmer: Curcuma, Ingwer, Cayennepfeffer, Boswellia (Weihrauch), Silberweide 

Silberweide: man kennt seit jeher die entzündungshemmenden Eigenschaften der Silberweide, deren Substanz aus der Rinde dieses Baumes gewonnen wird. Tatsächlich ist Aspirin® -Acetylsalicylsäure- eine chemische Herleitung dieses pflanzlichen Mittels.

Boswellia: das Harz dieses Baumes hat interessante entzündungshemmende und antirheumatische Eigenschaften.

Cayenne: Cayennepfeffer enthält Capsaicin, ein wirkungsvolles Schmerzmittel und Entzündungshemmer.

Ingwer und Curcuma: diese asiatischen Pflanzen enthalten Flavonoide, also Substanzen mit anerkannter antioxidierender Wirkung. Auch haben sie entzündungshemmende und blutfördernde Eigenschaften (sie erhöhen den Blutfluss im Gewebe).

Außerdem verbessern die Flavonoide die Flexibilität der Gelenke und vermeiden einen zu großen Verschleiß.

Allgemein schützen die Pflanzen dieser Gruppe, oder eine Kombination aus diesen, vor Entzündungen sowie Schmerzen und fördern die Flexibilität und Beweglichkeit der Gelenke.

Haifischknorpel

Haifischknorpel haben die Fähigkeit, Gelenke zu heilen. Sie sind reich an Glucosamin, eine Substanz, welche die Synthese von Proteoglykanen anregt. Proteoglykane wiederum sind ein Basisbestandteil der Gelenke.

Haifischknorpel sind ein Nahrungsergänzungsmittel vor allem für Sportler, die das Mittel nutzen, um einen Verschleiß der Gelenke durch exzessives Training vorzubeugen.

Wenn man zu Verletzungen neigt, sollte man die Knorpel mit Mineralien und Aminosäuren zusammen einnehmen, um den Heilungsprozess der beschädigten Gelenke zu beschleunigen.

Omega 3

Die Fettsäuren Omega 3 können Sportler dabei helfen, die Flexibilität und Beweglichkeit der Gelenke zu verbessern sowie Verletzungen zu verhindern. Sie verbessern auch den Kreislauf und somit die Sauerstoffzufuhr des Gewebes.

Coenzym Q10

Q10 ist eine gute Hilfe für die Herzgefäße. Es verstärkt die Herzkontraktion, die Energieproduktion im Herzmuskelgewebe und erhöht so auch die Abwehrkräfte.

Das Coenzym Q10 bzw. Ubiquinol findet man in allen Zellen unseres Organismus und vor allem in großer Menge  in jeglichem Gewebe, welches stark beansprucht wird und viel Energiezufuhr benötigt; z.B. die Skelettmuskulatur und das Herz.

Das Q10 greift in das Mitochondrium ein und regt dort die Prozesse zur Produktion von Zellenergie an. Deshalb ist es wichtig, angemessene Mengen dieses Enzyms im Körper zu haben, um körperlicher Erschöpfung entgegenzuwirken.

Es sollte beachtet werden, dass ab dem 30. Lebensjahr, die Menge des Coenzym Q10 im Organismus, der bisher davon ausreichend hatte, nun beginnt zu sinken. Ab dem 50. bis 60. Lebensjahr sinkt diese Menge dann bis auf die Hälfte.

Vitamine und Mineralien

Bei intensivem Training sollten alle Nährstoffe vermehrt eingenommen werden, da es immer wichtig sein kann, eine Vitamin- und Mineralreserve zu haben, um eventuelle Schäden vorzubeugen.

Foto: Francois Peeters, Creative Commons.