Wechseljahre: Homöopathie und die Menopause

In der Menopause kann die Homöopathie eine große Stütze für Frauen sein. Homöopathische Mittel lindern Symptome wie Erstickungsgefühle, Schwitzen, Reizbarkeit, Nervosität und Depressionen während der Wechseljahre.

Mit natürlichen Mitteln kann man diese schwierige Phase im Leben einer Frau angenehmer gestalten.

Menopause: homöopathische Medikamente

Cimicifuga racemosa

Die Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) ist eine Pflanze, welche zuerst von den Ureinwohnern Nordamerikas genutzt wurde und später nach Europa kam, um die weibliche Pathologie zu erleichtern.

In der Homöopathie lindert Cimicifuga racemosa Erstickungsgefühle, sie reduziert die nervliche Anspannung und hilft der Frau auch in depressiven Stadien während der Menopause. Außerdem lindert Cimicifuga racemosa Migräne und kardiovaskuläre Störungen wie Herzrasen und –jagen.

Ignatia amara

Dieses Mittel nutzt man zur Behandlung von Stimmungsschwankungen, da es auf die Psyche wirkt. Ignatia amara hilft auch bei Depression, Reizbarkeit und Schlafstörungen und Unruhe.

Ignatia amara behandelt die Veränderungen des Nervensystems, vor allem diejenigen, die sich durch Emotionalität, Überempfindlichkeit und paradoxe Situationen bemerkbar machen und die Stimmung der Frau während der Menopause beeinflussen.

Auch hilft Ignatia amara bei somatischen Störungen wie Migräne und Unregelmäßigkeiten im weiblichen Zyklus, welche häufig von Unterleibskrämpfen begleitet werden.

Ignatia amara enthält Alkaloide, darunter Strichnin, das Schwächeanfälle und Erschöpfung bessert und sich positiv auf die sexuelle Intimsphäre auswirkt.

Lachesis mutus

Lachesis mutus wird bei Gefäßstörungen wie Erstickungsgefühlen angewendet, welche sich mit Schüttelfrost, Herzrasen und Kopfschmerzen abwechseln.

Lachesis mutus bringt auch es das psychische Gleichgewicht wieder in Einklang, darunter Anfälle von Beklemmung und Depressionen, Beklommenheit und Schlaflosigkeit, die aufgrund innerer Unruhe bei den Frauen eintreten.

Die Wirkstoffe sind Peptide und Enzyme. Peptide sind neurotoxisch und existieren bereits in den Ionenkanälen und Rezeptoren der zellulären Membran, während die Enzyme proteolytische, koagulans, zytologische und hämolytische Eigenschaften besitzen.

Ohne Zweifel dominieren hier der proteolytische und zytologische Effekt und der Einfluss über die Blutgerinnung gegenüber den neurologischen Effekten.

Sanguinaria canadensis

Sanguinaria canadensis entwickelt laut Linné ihren vollen Effekt im somatischen Bereich. Sanguinaria canadensis unterstützt die Gefäßfunktion und ist sehr wirksam bei verschiedenen Arten von Kopfschmerzen, vor allem bei Migräne während der Menstruation.

Sanguinaria canadensis wirkt effizient bei Erstickungsgefühlen mit Blutansammlung (errötetes Gesicht und Dekolleté) und erhöhter Herzfrequenz.

Auch reagieren Metrorrhagien und Hämorrhagien, unter denen einige Frauen in der Prämenopause leiden, gut auf eine Behandlung mit Sanguinaria.

Sepia officinalis

Sepia officinalis wird vor allem bei Frauen genutzt, bei denen man eine Veränderung der Interaktion zwischen den Hormonen der Nebenniere, der Sexualdrüsen und den Drüsen der Hypophyse vermeiden möchte.

Sepia officinalis wirkt hauptsächlich auf die Psyche, bei Depressionen, Reizbarkeit und Gleichgültigkeit. Sepia officinalis hat aber auch positive Effekte im somatischen Bereich zu verzeichnen. Beispielsweise bei lokaler Schweißabsonderung, Erstickungsgefühlen, Kopfschmerzen, Venenödemen, Menorrhagien, Erschöpfung und Müdigkeit.

Passend dazu weisen wir auf den Mechanismus der Sepia-Wirkung hin. Sepia officinalis enthält in seiner Zusammensetzung verschiedene Salze (Calciumcarbonat, Magnesiumcarbonat, Natriumsulfat und Natriumchlorid) und beinhaltet sogenannte Melanin-Pigmente und Eisenspuren.

Das Melanin ist ein Produkt der synthetisierten Polymerisation aus einem Teil der thyrosinischen Aminosäure und dem Zwischenprodukt Dihydroxy-Phenylalanin (DOPA). DOPA ist zur selben Zeit eine Zwischensubstanz in der Synthese der Katecholamine, Dopamine, Noradrenaline und Adrenaline in den Nervenzellen und der Nebenniere.

Man nimmt an, dass eine Störung des Dopamin-Spiegels und in der generellen Homöostase Depressionen hervorrufen kann (1). Ebenso diskutiert man die Mitwirkung der Neurotransmitter Dopamin, Noradrenalin und anderer (2) bei der Wärmeregulierung, die Erstickungsgefühle verursacht.

Vergessen Sie bitte nicht, dass die Homöopathie eine individuelle Behandlung (Anamnese) voraussetzt. Die hier genannten homöopathischen Mittel sind nur einige von von vielen, mit denen man Beschwerden während der Menopause lindern kann. honatur.com empfiehlt generell den Besuch bei einem Spezialisten.

(1) Sauermost R (Red.). Lexikon der Biochemie und Molekularbiologie in drei Bänden. Bd. und II Herder, Freiburg Basel Wien (1991)(2) Hoc, S Hitzewallungen-gesteuert vom ZNS. Selecta Suppl. 5:pp4-7 (1988)

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