Zahnschmerzen homöopathisch behandeln

Die Homöopathie kann Zahnschmerzen lindern. Die sanfte Medizin ist auch sehr wirksam, wenn es zu Eiteransammlungen kommt.

Am Anfang entsteht eine Entzündung im betreffenden Bereich, verbunden mit intensiven Schmerzen.
Manchmal entsteht nach der Entzündung ein Abszess mit Eiter und Zahnfleischblutungen.

Eine passende homöopathische Behandlung hemmt die Entwicklung der Entzündung und vermeidet die Eiterbildung. Wenn sich ein Abszess bildet, muss man das zu behandelnde Entwicklungsstadium berücksichtigen.

Die homöopathischen Potenzierungen sind je nach Fall unterschiedlich und so anzuwenden, dass sie der richtigen Phase des Eiterungsprozesses (Beginn, Mitte oder Ende) entsprechen.

Die homöopathische Behandlung kann eine Resorption des Eiters herbeiführen und die Phasen der Abszess-Bildung bis hin zu seiner Vollendung und dann zur Auflösung beschleunigen.

Homöopathische Mittel gegen Zahnschmerzen

Die Homöopathie ist sehr nützlich und wirksam, wenn die ersten Symptome auftauchen und um Schmerzen zu lindern sowie die Entzündung und Eiteransammlung zu hemmen.

Mittel zur Behandlung von Zahnentzündungen

Arnica montana (Arnika)

Arnica montana lindert den Schmerz und ist ein gutes homöopathisches Mittel gegen Entzündungen. Vor einer Zahnbehandlung nimmt man Arnica C9 zusammen mit Gelsemium C9. Man beginnt am Tag vor der Behandlung und nimmt jeweils fünf Globuli im Wechsel jeweils drei mal täglich.

Arsenicum album (Weisses Arsenik)

Man verschreibt Arsenicum album wenn der Schmerz sich bei Wärme verbessert.

Belladonna (Tollkirsche)

Man verschreibt die Belladonna bei einer Hyperästhesie. Die Schmerzempfindlichkeit des Patienten ist stark erhöht und jegliche Reibung kann den Schmerz erhöhen. Man verschreibt Belladonna außerdem bei stechenden, sich wiederholenden und intensiven Zahnschmerzen. Zudem ist meist eine Wange gerötet.

Chamomilla vulgaris (Kamille)

Man verschreibt die Chamomilla vulgaris bei Schmerzen, die sich beim Sprechen verschlimmern. Außerdem die Beschwerden sehr stark und unerträglich. Der Patient hat jeweils eine blasse und eine gerötete Wange. Chamomilla vulgaris ist auch ein passendes Medikament, wenn Säuglinge zahnen.

Mercurius solubilis (Quecksilber)

Man verschreibt Mercurius solubilis, wenn Schmerzen in den Zahnwurzeln aufgrund von Kälte oder Hitze entstehen. Der Patient leidet an Mundgeruch.

Staphisagria (Stephanskörner)

Staphisagria ist ein sehr wirksames homöopathisches Mittel bei Zahnschmerzen von Frauen während der Periode.

Homöopathische Mittel bei Eiterbildung im Zahnfleisch

Pyrogenium (Sepsin, „Fäulnisgift“)

Pyrogenium verschreibt man zu Beginn der Entzündung, wenn noch kein Eiter entsteht oder wenn die Eiterung bereits stillgelegt wurde. Mit Pyrogenium verhindert beziehungsweise lindert man Eiterungen.

Hepar sulfuris calcareum (Kalkschwefelleber)

Hepar sulfuris calcareum ist ein ausgezeichnetes homöopathisches Medikament, um Eiterungen zu behandeln.

Es wird empfohlen, zuerst Pyrogenium zu nehmen und 1 bis 2 Stunden danach Hepar sulfuris. Man empfiehlt 5 Globuli Pyrogenium C9 dreimal täglich und mit 1 oder 2 Stunden Abstand eine Dosis Hepar sulfuris C15.

Vergessen Sie bitte nicht, dass die Homöopathie eine individuelle Behandlung voraussetzt. honatur.com empfiehlt generell den Besuch bei einem Homöopathen oder Naturheilpraktiker und bei Zahnschmerzen selbstverständlich den Besuch bei einem Zahnarzt.

Foto: Thommy Weiss  / pixelio.de