Zystitis: Blasenentzündung homöopathisch behandeln

Eine Blasenentzündung (Zystitis) kann man homöopathisch behandeln. Die Zystitis ist eine Entzündung der Harnblase und kommt besonders häufig bei Frauen vor.

Die Schlüsselmomente bei Auftreten einer Harnblasenentzündung sind der Beginn einer (ersten) sexuellen Beziehung und die Menopause. In diesen Momenten verändert sich die Bakterienflora in der Blase.

Die weibliche Harnröhre ist recht kurz. Das erleichtert den eine Blasenentzündung verursachenden Bakterien den Zugang zur Harnblasenschleimhaut. Dort bleiben sie haften, vermehren sich rapide und verursachen so eine Blasenentzündung.

Bei Männern treten Harnwegsinfektionen und Blasenentzündungen für gewöhnlich im Zusammenhang mit Prostataproblemen auf. In den allermeisten Fällen ist das Bakterium Escherichia Coli (E.coli) der Verursacher einer solchen Infektion.

Zystitis: Symptome einer Blasenentzündung

Die üblichen Symptome bei einer Blasenentzündung oder bei einer Zystitis sind: Entzündung, Brennen, Schmerzen beim Wasserlassen und Beschwerden beim Urinieren.

Oft entsteht das Gefühl, dringend Wasser lassen zu müssen, was allerdings nicht stimmt: Meistens beschränkt sich dies auf wenige Tröpfchen.

Wenn eine Infektionen des Urinaltraktes nicht korrekt behandelt wird, kann es zu einer chronischen Blasenentzündung kommen, die bis zu einer Niereninfektion führen kann. Es ist darum sehr wichtig, regelmäßig mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser pro Tag zu trinken.

Um möglichen weiteren Infektionen vorzubeugen, insbesondere bei wiederkehrender Zystitis, können Cranberry, Probiotika und Vitamin C sehr nützlich sein.

Zystitis: Blasenentzündung mit Homöopathie behandeln

Die Homöopathie kann die Beschwerden einer Zystitis lindern und auch kurieren. Wenngleich wir von HO – honatur.com generell immer zu einem Arztbesuch raten, ist dies in den folgenden Fällen absolute Pflicht:

  • Wenn die Zystitis bei einem Mann auftritt.
  • Wenn die Zystitis mit starken Schmerzen verbunden ist.
  • Wenn die Zystitis in Verbindung mit Fieber von über 38ºC auftritt.

Homöopathische Medikamente gegen die Zystitis

Cantharis vesicatoria (Spanische Fliege) C5

Cantharis vesicatoria ist das am häufigsten genutzte Mittel: Es besteht das Gefühl von Brennen beim Urinieren, ein Gefühl, das man im Bereich der Blase sowie Harnröhre beziehungsweise den Harnwegen wahrnimmt.

Es kommt zu Schmerzen und einem brennenden Gefühl, welche sich verschärfen, wenn die Blase nur einige wenige Tropfen Urin enthält. Die Schmerzen kommen vor, während und nach dem Wasserlassen vor.

Außerdem besteht das andauernde Bedürfnis zu urinieren, auch wenn die Blase leer ist (schmerzhafter Harndrang).

Kurz gesagt, man hat das Bedürfnis zu urinieren, aber man scheidet nur einige Tropfen aus und der ganze Vorgang ist extrem schmerzhaft. In einem solchen akuten Fall nimmt man drei Globuli alle halbe Stunde ein.

Mercurius corrosivus (Quecksilberchlorid) C5

Mercurius corrosivus verschreibt man, wenn die Schmerzen noch stärker als bei Cantharis vesicatoria sind. Es ist extrem schmerzhaft zu urinieren und der Schmerz steigert sich, je leerer die Blase ist. Der Urin ist gering, dunkel und enthält manchmal Blut. Die Symptome verschlechtern sich während der Nacht. Im akuten Fall nimmt man drei Globuli jede halbe Stunde.

Pareira brava (Grießwurz) C4 oder C5

Pareira brava setzt man ein, wenn der Patient einen ständigen Drang verspürt, zu urinieren. Das Wasserlassen ist sehr mühsam und erfordert viel Kraft. Es ist ein schmerzhaftes Wasserlassen und der Schmerz strahlt auf Muskeln und Genitalien ab. Dieses Medikament wirkt sehr gut bei Infektionen des Urinaltraktes. Im akuten Fall nimmt man drei Globuli jede halbe Stunde.

Apis mellifica (Honigbiene) C5

Apis mellifica ist geeignet bei unerwarteten Einsetzen der Zystitis. Betroffen sind Patienten, die wenig trinken und sehr selten urinieren. Manchmal enthält der Urin Albumin.

Der Patient fühlt während des Wasserlassens Schmerzen und ein Brennen, das sich im Harnleiter und in den Nieren bemerkbar machen. Die Symptome verschlechtern sich bei Hitze und bessern sich durch Kälte. In der akuten Phase der Krankheit nimmt man drei Globuli jede halbe Stunde ein.

Terebinthina (Terpentin)  C5

Terebinthina setzt man ein, wenn der Urin dunkel ist. Manchmal kommt es zu Blutungen mit seltsamen Geruch, genannt “Purpur”. Es entstehen Schmerzen beim Urinieren, bei Wärme und Schmerzen, die bis in die Nieren wirken. Man nimmt drei Globuli dreimal täglich.

Formica rufa (Rote Waldameise) C4 oder C5

Formica rufa hilft bei einer Zystitis, die durch E.coli ausgelöst wurde. Der Urindrang kommt plötzlich und riecht schlecht. Im Urin kann sich Albumin befinden. Es kommt zu einem Übermaß an Harnsäure. Der Zustand verschlechtert sich bei Kälte und durch laktosehaltige Produkte. Man nimmt drei Globuli dreimal täglich ein.

Equisetum hiemale (Winterschachtelhalm) C4 oder C5

Equisetum hiemale ist ein Mittel gegen akute oder chronische Zystitis mit Schmerzen in der Blase. Der Urin ist ein wenig zähflüssig und reichlich, manchmal begleitet von Schleim. Dieses Mittel wird mit Silicium (Silicea, Kieselsäure) kombiniert. Mit Equisetum hiemale kann man auch eine Enuresis behandeln, vor allem bei Kindern vom Typ Sulfur.

Colibacillinum D4 oder D6

Colibacillinum kann man mit anderen homöopathischen Mitteln kombinieren. Es ist sehr effektiv bei einer wiederkehrenden Zystitis. Man nimmt fünf Globuli einmal täglich.

Vergessen Sie bitte nicht, dass die Homöopathie eine individuelle Behandlung voraussetzt. Die hier erwähnten homöopathischen Mittel sind nur einige von vielen, mit denen man die Beschwerden einer Blasenentzündung (Zystitis) lindern kann. HO – honatur.com empfiehlt generell den Besuch bei einem Spezialisten.

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