Cellulite: Die Homöopathie kann helfen

Die Cellulite ist auch als Orangenhaut bekannt. Die Homöopathie kann eine Behandlung der Cellulite unterstützen. Cellulite ist eine subkutane Ansammlung von Fetten in einzelnen Teilen des Körpers – normalerweise am Unterleib, an Beinen, Muskeln und am Hintern – welche dann den Aspekt der sogenannten Orangenhaut annehmen.

Umgangssprachlich wird die Cellulite (Dermopanniculosis deformans,) häufig Cellulitis oder fälschlicherweise Zellulitis genannt.

Die befallene Hautschicht, auch Lederhaut genannt, ist – unter anderem – eine Verflechtung der elastischen Muskelfasern, Kollagene, Blutkapillaren und Nerven.

Das Fett sammelt sich in Fett- und Wasserknötchen und setzt Toxine frei, was wiederum die Entwicklung von Cellulite in Gang setzt. Dabei unterziehen sich sowohl die Lymph- als auch Blutzirkulation einer großen Veränderung. Das Fettgewebe nimmt zu, die Seitenwände vergrößern sich und es bilden sich Grübchen.

Diese Grübchen werden durch leichten Druck auf die Haut sichtbar. Auf diese Art und Weise kann man eine gerade beginnende Cellulite erkennen. Eine fortgeschrittene Cellulite sieht man mit dem bloßen Auge. “Leider” muss man da wohl hinzufügen.

Es gibt verschiedene Stufen der Cellulite: weiche Cellulite, harte Cellulite und sklerotische Cellulite, was dann die Orangenhaut wäre. Die Cellulite kann schmerzlos oder schmerzhaft sein.

Zusammengefasst kann man sagen, dass die Cellulite durch eine Ansammlung von Fetten, Wasser und Toxinen in der Haut beginnt, die nach und nach die Struktur der Haut verändern, Grübchen formen und die Blut- und Lymphzirkulation in den betroffenen Bereichen stören.

Ursachen der Cellulite

  • Hormonelles Ungleichgewicht
  • Genetische Veranlagung
  • Schlechte Blut- und Lymphzirkulation
  • Falsche, also schlechte Ernährung
  • Zu wenig Bewegung
  • Alkohol- und Tabakkonsum
  • Zu viele Stunden auf den Beinen

Cellulite: So kann die Homöopathie helfen

In Frage kommen homöopathische Medikamente, welche die Zirkulation stimulieren, die Drainage unterstützen, Wassereinlagerungen minimieren sowie Übergewicht und Hungergefühl abbauen.

In vielen Fällen kann die Homöopathie alleine das Problem nicht lösen. Sie wirkt jedoch unterstützend bei der Entgiftung des Organismus und kann eine Verschlimmerung bereits vorhandener Cellulite verhindern.

Oft ist es sinnvoll, eine homöopathische Behandlung mit anderen Methoden, beispielsweise einer Mesotherapie (Hautstraffung) zu kombinieren. Bei der Mesotherapie werden homöopathische Mittel in die von Cellulite betroffenen Zonen injiziert.

Homöopathische Mittel gegen Cellulite

Pulsatilla (Kuhschelle)

Pulsatilla reguliert die Hormonaktivität und verbessert Venen- sowie Kreislaufstörungen in den Gliedern unterhalb der Hüfte.

Antimonium crudum (Schwarzer Spiessglanz)

Die typischen Symptome, für die Antimonium crudum in Frage kommt, sind Dickdarmprobleme, großer Hunger, schlechte Laune und eine geschwollene Zunge. Die Betroffene leidet unter Magen-Darm-Problemen und Aufstoßen. Dieses Medikament wirkt als Appetitzügler und lindert Magen-Darm-Störungen.

Fucus vesiculosus (Blasentang)

Fucus vesiculosus stimuliert die Zirkulation und hilft beim Fettabbau.

Graphites (Graphit)

Graphites hilft Frauen in der Postmenopause, die sich einer postmenopausalen Hormonersatztherapie (HET) unterziehen müssen. Sie sind normalerweise bleich, kälteempfindlich und leiden unter Verstopfungen und ausgedehnter Cellulite. Dieses homöopathische Medikament schwächt die Cellulite und mindert Beschwerden, die durch die Menopause entstehen. Diese Patientinnen neigen häufig zur Fettleibigkeit.

Ignatia Amara (Ignatiusbohne)

Ignatia Amara ist ein mächtiger Regulator des vegetativen Nervensystems und wirkt beruhigend auf die Nerven. Es wird bei sensiblen und nervösen Frauen angewandt, deren Leiden sich bei Ablenkung bessern. Die typischen Patientinnen essen, um Ärger zu verdrängen. Nimmt der Stress zu, nimmt auch die Menge des Essens zu. Oft haben die Betroffenen Heißhunger auf Schokolade und bewegen sich viel zu wenig.

Nux vomica (Brechnuss)

Nux vomica entspannt die Nerven und lindert Verdauungsstörungen wie Flatulenzen (Blähungen) und Verstopfungen. Meist ist übertriebene Nahrungsaufnahme der Grund für diese Beschwerden.

Phosphoricum acidum (Phosphorsäure)

Phosphoricum acidum verabreicht man nach einer intensiven und plötzlichen Trauererfahrung, Traurigkeit, Erschöpfung und bei zu übermäßiger geistiger Anstrengung. Die Patientin ist tagsüber sehr müde und schläft, wenn sie sich das denn erlauben kann. Phosphoricum acidum hilft auch dabei Angstzustände abzubauen.

Cellulite: Homöopathische Behandlung von Grund auf

Natrium sulfuricum (Natriumsulfat)

Die typischen Patientinnen, für die eine Behandlung mit Natrium sulfuricum in Frage kommt, sind korpulente, adipöse Personen mit Übergewicht und Cellulite im Bauchbereich, am Gesäß und an den Beinen. Sie sind traurig und depressiv, mit einem bleichen Teint und aufgedunsenem Gesicht. Dieses homöopathische Medikament erleichtert den Abbau von Flüssigkeit und lindert Beschwerden von Leber und Galle.

Sulphur (Sulfur)

Die typischen Sulfur-Patientinnen sind rundlich, aber ansonsten kerngesund und fröhlich. Sie schwitzen viel und sind Lebefrauen mit einem großen Herzen, sehr offen, sozial und hyperaktiv.

Calcium Carbonicum (Austernschale)

Calcium Carbonicum-Betroffene sind meist klein, breit gebaut, haben einen voluminösen und schlaffen Bauch (Michelin-Männchen), arbeiten langsam aber konstant, schwitzen schnell und ertragen Hitze nicht. Dieses homöopathische Medikament hilft Kilos im Bauchbereich abzubauen, senkt die Cholesterin-Werte und verbessert metabolische Störungen. Außer der Neigung zu Fettleibigkeit und Cellulite sind die Betroffenen in der Regel kerngesund.

Thuja occidentalis (Lebensbaum)

Thuja occidentalis hilft gegen Cellulite in bestimmten Bereichen und auch Frauen, die unter Hormonschwankungen leiden. Die Betroffenen naschen gerne und haben einen Körper in Form eines verkehrt herum gehaltenen Lollis. Sie sind sehr anfällig für Cellulite.

Vergessen Sie bitte nicht, dass die Homöopathie eine individuelle Behandlung (Anamnese) voraussetzt. honatur.com empfiehlt generell den Besuch bei einem Spezialisten.

Photo: CC0 Public Domain