Homöopathie: Cicuta virosa bei Krämpfen

Cicuta virosa (Schierlingskraut), auch “Die Petersilie der Verrückten” genannt, wird in der Homöopathie verwendet, um erfolgreich bestimmte Formen der Epilepsie zu behandeln. Auch hilft die Pflanze sehr gut bei Krämpfen, die durch ein Schädeltrauma ausgelöst wurden.

Die typischen Cicuta virosa-Betroffenen leiden häufig an Krämpfen. Sie sind zurückgezogen lebende Personen, die Angst vor der Zukunft haben. Sie befinden sich oft in Aufruhr, können Gegenwart und Vergangenheit nicht auseinanderhalten und fallen im Alter in ein kindliches Verhalten zurück.

Im Verlauf der neurologischen Veränderungen tritt zuerst eine Phase der Regungslosigkeit auf. Danach kommt es zu Krämpfen, die in den Gesichtsmuskeln beginnen. Diese breiten sich über die Arme und Beine schließlich im ganzen Körper aus.

Der Patient kann nicht mehr schlucken, der Blick wird starr und die Pupillen weiten sich. Außerdem läuft das Gesicht blau an und der Betroffene leidet an Inkontinenz.

DerCicuta virosa-Betroffene verliert während der Krämpfe häufig das Bewusstsein oder seine Erinnerungen. Nachdem er sein Bewusstsein wiedererlangt hat, bleibt der Gedächnisverlust bestehen und schreitet im Laufe der Krankheit zusehends fort.

Cicuta virosa: Typische Merkmale bei Betroffenen

Der Patient leidet an Magenproblemen, die mit heftigen Schocks, Verkrampfungen oder Unwohlsein im Epigastrium, vor allem im Leberbereich, einhergehen. Er hat Schwindelanfälle mit Sehstörungen und kann dabei Objekte nur doppelt oder schwarz wahrnehmen.

Manchmal erscheinen Dinge näher oder weiter entfernt, als sie eigentlich sind. Außerdem scheinen diese vor dem Auge zu verschwimmen.

Der Blick ist oft starr oder der Betroffene erscheint abwesend. Beim Lesen bewegen sich die Buchstaben, werden größer oder kleiner, verschwinden teils ganz oder sind mit einer Art Lichtschein umgeben.

Die Beschwerden verschlimmern sich bei Berührung, bei Tabakrauch und bei Lärm. Sie bessern sich, wenn der Patient etwas isst. Häufig hat dieser ein Verlangen, unverdauliche Dinge zu sich zu nehmen, wie beispielsweise Kreide, Kohle oder rohe Kartoffeln.

Wann wird Cicuta virosa verschrieben?

Bei Krämpfen nach einem Schädeltrauma, während der Zahnbehandlung oder bei Patienten mit Darmparasiten.

Cicuta virosa: Klinische Anwendung

Bei Epilepsie als Ergänzung zu einer anti-epileptischen Behandlung:

  • Generalisierte Epilepsie ohne Nebenwirkungen
  • Fokale Epilepsie, welche in den Gesichtsmuskeln beginnt
  • Bravais-Jackson Epilepsie, bei der die Krämpfe in den Gesichts- und Halsmuskeln beginnen. Dies kommt häufig in der Jugend vor.

Bei Hautproblemen wie Ekzeme ohne Juckreiz und mit gelblicher Eiterung. Die Ekzeme treten hauptsächlich am Kinn oder auf der Wange auf.

Cicuta virosa: Wichtig

Cicuta virosa sollte nicht mit dem Gefleckten Schierling (Conium maculatum) oder der Hundspetersilie (Aethusa cynapium) verwechselt werden.

Vergessen Sie bitte nicht, dass die Homöopathie eine individuelle Behandlung (Anamnese) voraussetzt. honatur.com empfiehlt generell den Besuch bei einem Spezialisten.

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